Ein Kind ist kein Kind – Intensive Zeit mit Kindern auch mal nur alleine verbringen.

Wir sind hier immer 4-5, hier in unserem Patchworkhaushalt. In vollständigen Zeiten sind die Kinder in der Überzahl, beschäftigen sich zwar häufig prima zu dritt, aber dadurch ist es bei uns immer laut und trubelig. Ich mag das so.

Aber es ist auch mal anstrengend. Vor allen Dingen dann, wenn man die Kinder „organisieren“ muss. 

„Also, erst bringe ich die Jungs dann zum Fußball, dann gehe mit Paula in der Zeit einkaufen.“ 

„Und morgen? Dann mache ich früher Schluss, um mit Moritz zum Zahnarzt zu gehen. Ach so, kannst Du dann Paula irgendwie abholen oder soll ich sie mitnehmen?“

So oder so ähnlich geht das hier täglich bei uns. Merfach. Hinzu kommen ja noch die Patchwork-Konditionen, bei denen man bedenken muss, wann wer wo wie was macht und machen kann und machen möchte. Puh.

„Mama, für Dich!“ damit kam der Große heute nach Hause. Ich glaube, er genießt diese exklusive Zeit von uns.

Seit gestern ist nur der Größte Zuhause, wobei ihn zum Patchwork-Bruder altersmäßig nur 3 Wochen trennen. Der kommt erst ab morgen wieder dazu und die kleine Triene ist seit gestern mit den Großeltern im Urlaub für 10 Tage.

Ein Kind ist kein Kind. Da ist schon etwas dran!

Wenn Du also nachmittags einfach ganz frei überlegen kannst, was Du machen möchtest mit Deinem Kind und keine Rücksicht nehmen muss auf andere Abholzeiten, Bedürfnisse oder Wünsche, dann ist das erholsam. Immer möchte ich das nicht so haben, denn viel zu gerne mag ich, dass meine Kinder mit Geschwistern groß werden, aber mal ist das wirklich schön! Auch für die Kinder…

Ich spüre gerade, wie sehr sie alle drei es genießen gemeinsam zu sein, aber eben auch mal ein Elternteil nur für sich zu haben und mit ihm etwas zu erleben – oder auch einfach nur im Alltag die Aufmerksamkeit ungeteilt zu bekommen.

Ich glaube fest, dass das für alle Kinder wichtig ist! Ob Patchwork oder nicht. Jeder muss auch mal „alleine“ etwas machen können – ohne die Einschränkungen durch andere. Moritz z.B. ist Jemand, der Rücksicht nimmt, der sich selten quer stellt und der immer positiv alles mitmacht. Er leidet oft unter einer dominaten kleinen Schwester und zieht dabei manchmal den Kürzeren. Auch ich kann ihm dann nicht immer die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, auch wenn ich es mir vornehme. Dann kann manchmal schon ein einfach „wie war die Schule?“-Gespräch ständig scheitern, weil man unterbrochen wird.

Gestern habe ich ihn ganz bewusst mit viel Kuscheln ins Bett gebracht, ohne dass schon 1-2 weitere Schlange standen. Das genießen wir gerade sehr! Und am Wochenende reisen wir Beide alleine nach München – mein Freund und sein Sohn machen ebenfalls einen Kurzurlaub. So haben alle eine besondere Zeit mit ungeteilter Aufmerksamkeit vor sich!

Und dann ist die Freude auf „den Rest“ natürlich auch wieder ungemein groß!

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie ich mit dem Vermissen der Kleinsten klar komme – das ist das erste Mal, dass wir so lange getrennt sind. Aber die Freude bei ihr, einen Urlaub mit Oma und Opa zu machen, war riesengroß, von daher fiel mir der Abschied halb so schwer.

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