Zu Gast: Ernährungstrends – Was ist eigentlich noch gesunde Ernährung?

Yiiiiihaaaa! Es ist Sonntag und ich habe mal wieder einen tollen Gastbeitrag für Euch! Diana von dem schönen Blog dianasmamaleben hat sich Gedanken zum Thema Ernährung gemacht. Was ist eigentlich ein Ernährungstrend und was ist überhaupt noch der richtige Weg?

Ständig gibt es neue Ernährungstrends und Erkenntnisse. Doch was ist noch richtig?

Superfoods, Veggi, Vegan, Low Carb, High Carb, Raw Food, Clean Eating, Paleo… Die Liste der Ernährungstrends ist lang. In regelmäßigen Abständen erscheint ein neuer Trend auf der Bildfläche und wird in den Medien, speziell in den Social Media gehypt. Weil der neue Trend natürlich besser ist als alle vorherigen und uns beste Gesundheit, eine Modellfigur und ein hohes Lebensalter verspricht. Mal wieder… 

Ganz ehrlich: ich komme da nicht mehr mit.

Als Mama mache ich mir dazu ganz oft meine Gedanken. Was ist überhaupt gesunde Ernährung? Was haben wir für ein Verhältnis zu Lebensmitteln und unserer Ernährungsweise und was leben wir eigentlich unseren Kindern vor?

Früher war das viel einfacher. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es bei uns zu Hause am Tisch mal Diskussionen gab, wieviel Zucker ein Lebensmittel enthält und wie oft und welche Mengen man davon essen sollte. Es wurde gegessen, was da war. Frei nach dem Motto: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt! (Ich denke einige von Euch kennen den Ausspruch bestimmt auch noch.)

Doch ich muss zugeben, dass es zu meiner Kindheit auch deutlich weniger Fertigprodukte gab. Meine Eltern hatten einen eigenen Garten und ganz viel Gemüse und Obst selbst angebaut, welches dann zu den Mahlzeiten auf unseren Tellern landete. Und wenn zwischendurch der kleine Hunger kam, wurde eben ein Apfel oder eine Birne gegessen und kein gekaufter Fruchtjoghurt oder ein Schokoriegel.

Heute sind wir durch ständig neu aufkommenden Ernährungstrends aber auch durch die riesige Auswahl an bunten, ansprechend verpackten Lebensmitteln in unseren Supermärkten völlig überfordert. Wer nimmt sich die Zeit beim Wochengroßeinkauf für die Familie jede Zutatenliste genauestens zu studieren? Und selbst wenn, wer versteht die schon wirklich? Ist das Obst und Gemüse behandelt? Wo kommt es her? Hatte das Schwein meines Steaks ein artgerechtes Leben? Sind die Eier von glücklichen Hühnern?

Es ist einfach eine riesige Herausforderung geworden, sich gesund und ökologisch verantwortungsvoll zu ernähren. Und diese Verunsicherung übertragen wir auch auf unsere Kinder. Meine Mädels gehen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Sie bekommen alles, wirklich alles mit und löchern mich mit Fragen. Ist ja auch verständlich, wenn Mama mal wieder als Opfer eines neuen Trends irgendwelche Superfoods ausprobiert und Quinoa auftischt und zum Dessert einen Chiapudding serviert.

Ich bin immer neugierig und aufgeschlossen gewesen gegenüber solchen Ernährungstrends. Aber was tue ich meinen Kindern eigentlich damit an? Dadurch ist die Ernährung ein ständiges Thema, obwohl es doch einfach nur ein Grundbedürfnis ist. Wir machen uns permanent Gedanken darüber und es führt dazu, dass wir ein völlig gestörtes Verhältnis dazu bekommen und auch unseren Kindern vermitteln. Ist es normal, dass Grundschüler sich schon Gedanken darüber machen, wieviel Fett und Zucker ein Lebensmittel enthält, statt einfach unbedarft und frei von Sorgen und Ängsten zuzugreifen, wenn sie Hunger haben?

Wir als Eltern tragen die Verantwortung dafür, wie sich unsere Kinder ernähren. Wir sind ihr Vorbild. Was wir essen und ihnen auftischen, das essen auch sie. Und das sollten wir immer im Hinterkopf behalten. Wir legen den Grundstein für ein gesundes Verhältnis zum Essen. Kinder brauchen Konstanten und Regelmäßigkeit – gerade bei den Grundbedürfnissen – und da kann es eigentlich nur schädlich sein, jedem Ernährungstrend hinterherzujagen.

Vielleicht sollten wir ganz einfach wieder essen, was uns schmeckt – unabhängig von Trends.

Alles in Maßen und ab und zu auch mal etwas Neues probieren. Aber ohne es zu dauerhaft zu thematisieren, und irgendwelche Nahrungsmittel zu verteufeln, die nicht zum aktuellen Trend passen. Denn eins steht fest: der nächste Ernährungstrend kommt bestimmt und könnte alles wieder über Board werfen…

Mich interessiert brennend, wie Ihr das handhabt und ob Ihr auch so verunsichert seid.

Liebe Grüße,

Eure Diana

www.dianasmamaleben.de

Danke, liebe Diana, für diesen tollen Gastbeitrag. Wer mehr von Diana und ihrem Mamaleben lesen möchte, findet hier ihren Blog!

 

 

 

 

 

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