#2 Kein Hunger auf dieser Welt. Ein Ziel, was wichtiger nicht sein könnte.

Ich wurde gefragt, ob ich die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen möchte – und ganz ehrlich: das war keine Frage, bei der ich lange über die Antwort nachdenken musste. Jedes dieser Ziele ist in meinen Augen wichtig (hier findet Ihr die Übersicht) und sollte unterstützt werden. Ich möchte immer mal wieder eins aufgreifen und meine Sicht darauf mit Euch teilen und Euch ins Bewusstsein rufen, dass ein Jeder hierfür einstehen sollte. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, nein, auf keinen Fall. Denn ich kann auch nicht von mir sagen, dass ich Tag für Tag die Chance, die Zeit, den Elan habe, dafür einzustehen, aber ein Anfangen, ein Darüber-Sprechen, ein Bewusstmachen, das sollte ein jeder machen. Die Wichtigkeit und den Fokus darauf legen. Bis 2030 sollen diese Ziele erreicht werden, klingt fern, ist aber gar nicht so. Macht die Welt besser – helft mit!

Nun zu dem heutigen Ziel: Ziel 2 „Kein Hunger“. Hier für Euch noch mal von der offiziellen Seite der 17 Ziele die Kurzzusammenfassung:

 

Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Noch immer hungern 795 Millionen Menschen, zwei Milliarden Menschen sind mangelernährt. Hunger ist nicht nur das größte Gesundheitsrisiko, sondern auch eines der größten Entwicklungshemmnisse. Er trägt zu Flucht und Vertreibung bei, fördert Perspektivlosigkeit und Gewalt.

Es werden heute genügend Nahrungsmittel auf der Welt produziert, um allen Menschen eine ausreichende Ernährung zu sichern. Allerdings haben auf Grund von mangelnder Infrastruktur, Handelsbarrieren und bewaffneten Konflikten nicht alle Menschen den gleichen Zugang zu Nahrung.

 „Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“

(Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung)

 

Meine Gedanken dazu

Wenn ich so unseren Wocheneinkauf tätige und unser Kühlschrank, sowie die Vorratskisten danach prall gefüllt sind, dann ist es schwer vorstellbar, dass es im gleichen Moment Menschen auf dieser gleichen Welt gibt, die großen Hunger leiden und auch daran sterben. Während ich also zwischen verschiedenen Brotsorten beim Bäcker wählen kann, haben Kinder Schmerzen vor Hunger. Unvorstellbar, oder?

Manchmal, gibt es so Momente, wo man darüber besonders nachdenkt. Wenn zum Beispiel meine Kinder am Essenstisch äußern „mehr gibt’s nicht, heute?“ bei einem doch reichlich gedeckten Tisch, dann merke ich doch, wie gut es uns geht. So gut, dass wir es manchmal gar nicht zu schätzen wissen. Natürlich erkläre ich meinen Kindern dann, wie gut wir es haben und dass es nicht immer das reichlichste Essen sein muss, um satt zu werden – und wie viele Kinder auf der Welt solch ein Essen noch nie zu Gesicht bekommen haben, sondern jeden Tag aufs Neues bangen müssen, ob sie es überleben, so ganz ohne Nahrung.

Manchmal vergisst man es aber auch hier in dieser Parallelwelt. Macht sich Gedanken, ob das ausreicht, was man für Gäste gekocht hat, besorgt besondere Früchte, ausgefallene Fleischsorten oder den verrücktesten Käse, nur damit es nicht langweilig wird. Kauft Erdbeeren im Winter und Maronen im Sommer. Wenn man sich das mal so genau durch den Kopf gehen lässt, ist das einfach nur krank.

Wir als Familie sind da sicher auf einem guten Weg. Wir kaufen Lebensmittel so gut es geht regional und saisonal. Schmeißen nie, wirklich nie, Lebensmittel weg, sondern gehen bewusst damit um. Und dennoch leben wir im Lebensmittel-Luxus.

Warum ist das so? Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Warum gibt es diese Ungleichheiten, die kaum mehr ungleich sondern wirklich drastisch und meilenweit entfernt von einander sind?

Diese Gedanken erdrücken fast so sehr, dass man sich handlungsunfähig fühlt und machtlos. Was kann ich schließlich schon dagegen tun? Gefühlt nichts.

Und doch ist es mir so unglaublich wichtig, dass dieses Bewusstsein mehr und mehr wächst, für die Wichtigkeit dieser Ziele – und vor allen Dingen dieses einen Ziels: KEIN HUNGER auf dieser Welt. Für Niemanden.

Aus diesem Grund möchte ich dazu aufrufen, teilt diesen Gedanken. Setzt Zeichen. Macht Euch stark für die Menschen dieser Erde. Bewegt Euch auf einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit und seid ein gutes Beispiel darin. Denn: auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt in diese Richtung!

Und an die Politiker und regierenden Personen, die mit Einfluss, Macht und Entscheidungsgewalt in dieser Welt aktiv sind: sorgt dafür, dass keine politischen Konflikte eine Grundversorgung von Menschen beeinflusst.

Um uns das noch mal ganz bewusst zu machen, wiederhole ich dieses Zitat:

 „Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“

 

Folgt mir doch auch hier:

Schreibe einen Kommentar