„Alles nicht mehr aus Plaste, bitte!“ – wie ich in kleinen Schritten Plastikmüll vermeiden möchte.

Letztlich war mein Haarshampoo schon wieder leer. Zwar war es bereits schon ohne Silikone und Zusatzstoffe, aber dennoch schmiss ich erneut eine Plastikverpackung nach nur relativ kurzer Zeit weg.

Da bei mir in der Mülltrennung der Plastikmüll einen kleineren Eimer zugewiesen bekommen hat, stelle ich oft erschrocken fest, wie schnell er dann doch schon wieder komplett voll ist. Oft schon nach einem Wocheneinkauf, wenn man die Lebensmittel dann Zuhause ausgepackt hat. Obwohl ich hier schon dreimal überlege, was ich kaufe und was nicht.

Es ist aber einfach so: Plastik ist in unserem Leben (leider!) nicht mehr wegzudenken. Wenn man einmal darüber nachdenkt und sich entschließt, Plastik aus dem Weg zu gehen, verfällt man nahezu in eine Schockstarre, da Plastik einfach überall ist.

Selbst im Bereich des Bio-Obst und -Gemüse haben die großen Supermarktketten meist doch einige eingeschweiste Produkte in ihrem Sortiment. Oder warum müssen eigentlich Linsen, Quinoa und Reis in Plastik verpackt sein? Ginge hier nicht auch eine Form der Papier- oder Glasverpackung?

Aus dem Grund der scheinbaren Unmöglichkeit in Sachen kompletter Plastikmüll-Reduzierung habe ich nun also kleinschrittig angefangen. Bei Obst und Gemüse kaufe ich, sofern möglich, immer lose und ohne Verpackung. Mehrweg-Einkaufstaschen nehme ich immer mit und benötige somit keine Plastiktüten mehr. Meine flüssige Handseife aus Plastiknachfüllbeuteln habe ich durch ein klassisches Stück Seife ersetzt. Und nun mussten Shampoo und Duschgel dran glauben.

Nach einer längeren Recherche rund um festes Shampoo und Dusch-Seifen fand ich dann etwas, was die zig Plastikfläschchen sicher gut ersetzen könnte.


Und das erstaunlicherweise bei Lush! Bei dem Laden, in den ich nie gegangen bin. Ich dachte wirklich immer, das sei total künstliches Zeug. Und dieser penetrante Geruch… fürchterlich! Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Lush ist so etwas von nicht künstlich und stellt die Produkte ausschließlich organisch und auch ohne Tierversuche her.

Also traute ich mich in den Kölner Lush-Store in der Innenstadt! Denn schließlich schien mir dies der einzige Ort zu sein, wo es nicht nur „ökö“ Produkte in Seifenform zu kaufen gibt, sondern all‘ das, was man sich wünscht, aber eben auf natürlicher Basis und ohne Plastikmüll.


Der Laden ist klein und es war voll dort. Dennoch fand ich eine sehr nette Verkäuferin, die mich umfassend beriet und mich das Shampoo auch direkt in Bezug auf die Schäumung testen ließ.

Am Ende durfte zwei Seifen mit:
Ein festes Shampoo namens „Seanik“ mit Meersalz, Algen und Zitrone, welches Volumen und Elastizität verspricht. Eine praktische Metalldose zum Verreisen oder Lagern gab es passenderweise dazu.

Und die Körperseife „Sultana of Soap“ mit getrockneten Früchten und Bergamotteöl, die einfach so lecker roch, dass ich mir für sie entschied.


Heute morgen habe ich das erste Mal dann mein neues Dusch-Equipement getestet. Fazit: ich bin wirklich angetan. Meine Ablage in der Dusche ist auf einmal deutlich leerer, das Bad riecht herrlich und meine Haare hatten einen tollen Glanz! Preislich ist es auch eine Alternative, denn das feste Shampoo kostet 8,45€ und hält ca. 100 Haarwäschen.

Es ist nur ein kleiner Schritt in Sachen Müllreduzierung, aber es ist ein Anfang. Zudem musste ich feststellen, dass der Stinke-Seifen-Laden wirklich tolle Produkte hat, die einen Test lohnenswert machen.

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2 Kommentare

  1. Toller Bericht!! Hast du auch eine Haar-Spülung mitgenommen oder nur das Shampoo?

    1. Diesmal noch nicht, da ich so glattes Haar habe und meist Shampoo reicht, sonst hängt es nur noch schlapp herum. Aber beim nächsten Mal teste ich auch einen Conditioner.

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