Ausprobiert: Haare waschen mit Roggenmehl!

Roggenmehl-Shampoo

Meine Kinder fanden es super eklig, als ich erzählt habe, dass ich meine Haare mal mit Roggenmehl waschen möchte. Wobei meine Tochter, 5 Jahre, dann schnell sagte: „Das probiere ich auch!“. Sie kennen ja auch schon einige alternative Haarwasch-Möglichkeiten, da ich mich ja schon länger damit auseinander setze und z.B. festes Shampoo benutze seit einiger Zeit. Aber mein Sohn ist dennoch noch nicht überzeugt davon, sich Mehl in die Haare zu schmieren. 😉

Neben der Tatsache, dass die Verwendung von Roggenmehl zum Haarewaschen, noch mal weniger Müll und Produktionsaufwand bedeutet, als festes Shampoo, gibt es noch einige Gründe, über die ich bei meiner Recherche immer gestoßen bin.

Also hier mal die Pro-Roggenmehl-Liste:

  1. gut verträglich für jede Kopfhaut
  2. keine unnötigen Zusätze
  3. geringe Verpackung und Kosten
  4. gute Reinigungswirkung
  5. wirkt gegen Schuppen
  6. pflegt Haar und Kopfhaut
  7. ist ph-neutral
  8. auch für empfindliche Haut geeignet
  9. vitamin- und mineralstoffreich
  10. vegan

Im Roggenmehl-Shampoo reinigt vor allem die vorhandene Stärke, die ein milder Emulgator ist und Wasser mit Fetten verbindet. Darüber hinaus verfügt Roggenmehl über viele, gute pflegende Inhaltsstoffe, unter anderem Vitamin E, Proteine, reichlich B-Vitamine (z.B. Folsäure und Pantothensäure) und Mineralien wie Eisen und Zink. Andere Mehlsorten eigenen sich nicht, da das enthaltene Gluten dazu führt, im Haar zu verkleben (besser nicht testen!).

Hier die Mischung mit der ich es getestet habe:

  • 3 gehäufte EL Roggenmehl (Vollkorn, aber fein)
  • 2 Tassen lauwarmes Wasser (muss man ausprobieren, wie viel man braucht um eine geschmeidige Konsistenz)
  • optional: etwas Kaffeesatz unterrühren für Glanz und Vitalität
  • oder 1 TL Olivenöl für Glanz und Pflege

Roggenmehl-Shampoo

Roggenmehl-Shampoo

Am besten das Mehl in ein Gefäß geben, in dem man gut mit dem Schneebesen rühren kann, dann eine Tasse lauwarmes Wasser dazu und erstmal glatt rühren. Dann nach und nach immer mehr Wasser dazu, bis die Konsistenz so wie flüssiges Shampoo ist. Das Ganze am besten noch 15-30 Minuten quellen lassen. Allerdings dann am besten bei einer Haarwäsche verbrauchen – und immer lieber frisch anrühren.

Beim Haare waschen ist es erstmal sehr ungewohnt, sich diese hellbräunliche Masse auf den Kopf zu schmieren, aber keine Sorge: es lässt sich super ausspülen und auch der Abfluss verstopft nicht! Das Shampoo gut verteilen, einmassieren und 2-3 Minuten einwirken lassen. Dann gründlich ausspülen – vielleicht hierfür den Massagestrahl des Brausekopf verwenden.

Also Spülung, die im Haar bleibt, habe ich jetzt mal eine Apfelessig-Rinse verwendet. Hierfür einfach einen Liter Wasser mit 2 EL Apfelessig mischen. Die saure Rinse einfach am Ende über die Haare laufen lassen und nicht mehr ausspülen – die Haare werden nicht nach Essig riechen! Dafür neutralisiert die Rinse den pH-Wert und baut die normale Haarstruktur wieder auf, so dass die Haare leicht kämmbar werden und schön glänzen. Ist kein Muss, aber ohne habe ich es noch nicht getestet – werde ich aber!

Meine Haare sind bisher immer unkompliziert gewesen, allerdings sind sie gerne trocken in den Spitzen. Oben dagegen am Ansatz eher fein, ohne Volumen und schnell fettig. Der erste Eindruck des Roggenmehlshampoos: es reinigt gut, riecht neutral und meine Haare haben viel Volumen. Ich glaube, ich werde nur etwas mehr Öl im Sommer hinzufügen müssen für die Spitzen oder mir einfach minimal Öl in die nassen Haarspitzen geben. Das werde ich auf lange Sicht noch ausprobieren.

In 4 Wochen sage ich Euch mehr über meinen Langzeit-Versuch mit dem Roggenmehl-Shampoo. Ich weiß nicht, ob ich je zur No-Shampoo-Gruppe gehören könnte oder werde, aber wer weiß!? Habt Ihr schon Erfahrungen damit?

Roggenmehl-Shampoo

 

 

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