Ein Roadtrip durch Italien mit Kindern – Reisebericht Teil 2

Roadtrip durch Italien mit Kindern

Vielleicht seid Ihr in diesem Jahr mit der Urlaubsplanung genau so spät dran, wie wir es im letzten Jahr waren und dieser Beitrag kann Euch noch mal etwas aufmuntern. Denn auch mit wenig Vorlaufzeit kann man doch noch einen schönen Urlaub haben! Den ersten Teil dieses Reiseberichts konntet Ihr ja schon vor einiger Zeit lesen, der zweite Teil kommt eben heute mit ein wenig Verspätung 😉 Aber wie gesagt, auch aus gegebenem Anlass, um Euch ein paar Inspirationen zu bieten für Eure Sommerferien-Planung. Einen Roadtrip mit drei Kindern zu machen, klingt ja genau so entspannt, wie ein Einkaufsbummel in der Innenstadt am 23. Dezember. Wir kennen aber unsere Auto-Urlaubs-Kinder schon ein wenig durch diverse Reisen und waren zudem einfach ziemlich experimentierfreudig, also planten wir kurzfristig und wagten es einfach. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Urlaub belohnt!

Jetzt also zu Teil 2 der Reise: unseren 9 Tagen an einem Ort und der Rückreise nach Hause.

Wir hatten ein Appartement in Casal Velino gebucht, was einfach, aber absolut ausreichend war. So, wie man sich ein italienisches Appartement am Rande eines kleinen italienischen Örtchens eben vorstellt: aus Stein, klein, funktional, aber mit einem traumhaften Ausblick! Unsere Terrasse war tatsächlich Teil eines Bürgersteigs und neben, oben und unter uns wohnten „echte Italiener“. Herrlich!

Wir luden erst mal alles aus und dann wurden in Windeseile Badesachen angezogen, eine kleine Strandtasche gepackt und direkt dem Meer ein Besuch abgestattet. Wir hatten von unserer Terrasse schon wunderschönen Meerblick und mussten mit dem Auto auch nur fünf Minuten fahren, um den nahesten Strand zu erreichen. Allerdings fanden wir direkt einen Lieblingsstrand, der auch nur etwa fünfzehn Minuten entfernt lag. Hier verbrachten wir auch diesen ersten Nachmittag bis die Sonne im Meer unterging. Das war einfach wunderschön!

Roadtrip Italien

Casal Velino - unser Ausblick

Tatsächlich wurden die nächsten Tage genau so, wie dieser erste Tag, am Meer verbracht. Wir kamen plötzlich in einen total verlangsamten Tages-Rhythmus: lange Schlafen, entspannt frühstücken, ein erster Kaffee auf der Terrasse, Karten spielen, Mittag essen – und nachmittags dann erst ans Meer. Ich glaube, ich habe mich tatsächlich selten so erholt mit Kindern im Urlaub, wie in diesen Tagen. Denn wir ließen uns bei allem einfach Zeit!

Italien - Urlaub mit Kindern

Aber dann wollten wir auch noch ein paar Ausflüge machen und hatten folgendes auf dem Zettel: Pompeji und Vesuv, Amalfi und noch zwei besonders schöne Strände.

Pompeji war eindrucksvoll, wenn auch sehr voll und heiß. Aber es musste einfach sein, wenn wir schon mal so nah dort dran waren! Und die Kinder waren tatsächlich unglaublich beeindruckt – ich übrigens auch, da ich dort zuvor noch nie war. Und genau so ging es allen, als wir im Anschluss an den Tag in Pompeji den Vesuv bestiegen. Das Wetter kippte genau in diesem Moment dramatisch und es regnete wie aus Eimern. Ein Gewitter kündigte sich zudem an und man sagte uns, wir sollten uns nicht zu lange oben am Krater aufhalten. Wir wurden tatsächlich alle nervös und hetzen ein wenig hinauf durch plötzlichen Nebel. Aber dann, oben angekommen, riss der Himmel plötzlich auf und gab den Ausblick auf Neapel frei. Einen Moment, den wir alle nicht so schnell vergessen werden! Natürlich war auch der Blick in den Krater atemberaubend. Da war dann auch fast der unverschämt teure „Eintritt“ vergessen, denn hier zahlten auch die Kinder den vollen Beitrag und wir mussten 45 Euro auf den Tisch legen, was mich zu einer kurzen Diskussion an der Kasse verleiten ließ. Dazu muss ich kurz sagen, dass ich normalerweise nicht so kleinkariert bin, aber das fand ich vor allen Dingen aufgrund der sehr unfreundlichen Mitarbeiter dort und den Müllmassen, die auf der gesamten Strecke herum lagen, einfach absolute Abzocke! Aber gut: Vesuv musste einfach sein! Nur glaube ich leider nicht, dass die Eintrittsgelder in die Pflege der Umgebung fließen…

Blick auf Neapel

Der Vesuv

Der Vesuv

Die Amalfiküste und einen wunderschönen, etwas versteckten Strand habe ich auch als besonderes Highlight im Kopf. Die engen Serpentinenstraßen an der Küste entlang sind wirklich so schön, wie in Filmen gezeigt. Ich konnte mich gar nicht satt sehen daran!

Roadtrip durch Italien

Amalfiküste

Amalfiküste

Süditalien

Ein Ausflug hat mir auch besonders gut gefallen: Castellabate. Ein süßes Örtchen oben auf dem Berg, in dem auch der Film „Benvenuti al Sud“ gedreht wurde.

Castellabate

Dann schauten wir uns noch den heiligen Berg (Monte Sacro) an, der einen atemberaubenden Ausblick oberhalb der Wolken und sphärisches Licht im Wald darum herum bot. Hier trafen wir auf viele Italiener, die diesen Berg herauf pilgerten und teilweise ein paar Tage unterwegs waren.

Ausblick vom Monte Sacro

Monte Sacro

Ausblick vom Monte Sacro

Und irgendwann gingen auch diese wunderschönen neun Tage zu Ende und wir machten uns bereit für die Abreise. Eine Unterkunft für die Rücktour hatten wir uns erst kurz vor Abreise gebucht, was sehr unkompliziert war. Und so ging es am Abreisetag recht früh morgens los in Richtung Gardasee!

Unser Ziel: Torbole im Norden vom Gardasee, denn von dort aus war die Strecke zurück nach Hause gut machbar – und wir konnten den Urlaub noch ein wenig verlängern. Da ich die Gegend um den Gardasee ja besonders gerne mag, freute ich mich über diesen Zwischenstopp und tatsächlich klappte auch alles ohne Stau und Stress. Wir wurden belohnt mit einem Pool, einem Abend am See und leckerer Pizza „to go“ am Seeufer samt Livemusik. Was will man mehr?!

Ich muss sagen, ich könnte auch noch zahlreiche weitere, wunderschöne Bilder dieser Reisen zeigen, aber dann sprengt es noch mehr den Rahmen, als jetzt schon 😉

Ich hoffe, Ihr hattet alle Spaß bei diesem „Trip durch Italien“ und fühlt Euch inspiriert, so eine Reise auch mal zu machen!

Roadtrip durch Italien mit Kindern

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