Ein Städtetrip mit Kinder: wie unsere 4 Tage in Paris waren. Ein Reisebericht.

Eiffelturm Paris
Werbung/Pressereise: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Thalys, Turbopass und Yooma Urban Lodge entstanden. Die Meinung, die Bilder und die Inhalte sind meine eigenen.

Jetzt liegt unsere Reise nach Paris mit 3 Kindern schon über 6 Wochen zurück und ich komme erst heute dazu, darüber zu berichten. Die letzten Wochen voll mit schönem Sozialstress und deswegen will ich mich gar nicht beklagen! Über unsere Reiseplanung habe ich ja schon recht ausführlich geschrieben, jetzt folgt der Reisebericht.

Mittlerweile herrscht sogar schon so eine Art Hochsommer, was ja in unseren Tagen in Paris leider mal so gar nicht der Fall war… aber fangen wir nicht mit dem Schlechtesten und erst mal von vorne an:

4 Tage in Paris – die Anreise

Samstagsmorgens ging es zu wirklich früher Stunde los in Richtung Paris. Der Thalys kam pünktlich und wir hatten das große Glück Plätze in der ersten Klasse reserviert bekommen zu haben! Denn dort bekommt man im ersten Zug des Tages ein leckeres Frühstück serviert – für die Kinder ganz großes Kino. Zudem verstellbare, weiche Sitze („Mamaaa, so weich sind die Sitze, fühl‘ mal!“) und viel Platz. Mit Kaffee, Tee, Saft, Croissant und Co. gestärkt, kamen wir rund 3 Stunden später in Paris an. Diese Länge fand‘ ich mit Kindern absolut machbar, natürlich hatten wir aber auch das Familien-iPad mit ein paar Kinderspielen darauf im Gepäck, sowie jedes Kind ein Buch und diverse Quartetts (gehen bei uns immer, genauso wie die Lego-Kataloge!). Vorbereitung ist ja bekanntlich alles.

Thalys Reise nach Paris

In Paris Gare Du Nord angekommen, erwartetet uns dann leider erst mal ein wenig Chaos, da die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise bestreikt wurden. Zum Glück hatten wir unser gesamtes Gepäck auf zwei Wanderrücksäcke beschränkt, so dass wir uns gut bewegen konnten. Nach einem kleinen Umweg mit der METRO, da der RER (Schnellzug im Pariser Metronetz) an dem Tag nicht fuhr, kamen wir dann am Hotel an. Gut, dass wir die Paris City Pässe hatten, dadurch konnten wir einfach jegliche Art von öffentlichen Verkehrsmitteln benutzen.

4 Tage in Paris – unser Hotel

Das Yooma Urban Lodge liegt ca. 1,5 Kilometer fußläufig vom Eiffelturm entfernt. Für uns kam es aus vielen Aspekten als Hotel perfekt in Frage, hier habe ich das Ganze etwas ausführlicher beschrieben. Jetzt noch mal kurz zusammen gefasst: Familienzimmer, gute Lage etwas außerhalb des Trubels und ein akzeptabler Preis für Pariser Verhältnisse.

Als wir am Hotel ankamen, stellten wir fest, dass der Eiffelturm und die Seine tatsächlich Sichtweite waren und das Viertel rund um das Yooma Urban Lodge ein skurriles Gemisch aus Hochhäusern des 70er/80er Architekturstyles. Irgendwie mochten wir das auf Anhieb und fanden auch noch später immer mal wieder Ecken innerhalb dieses Viertels, die sich perfekt für tolle Fotoshootings eignen würden.

Yooma Urban Lodge

Yooma Urban Lodge

Eine kleine Enttäuschung zu Beginn: wir konnten zwar per App schon im Zug einchecken, aber hatten keine Info darüber, dass unser Zimmer erst ab 15:00 Uhr fertig sei. So standen wir also an der Rezeption voller Hoffnung auf ein kurzes Frischmachen im Zimmer und entspannte Toilettengänge der Kinder, konnten aber nur die kostenpflichtigen (fand‘ ich eigentlich am blödesten daran) Gepäckspinde im Hotelkeller nutzen. Bevor sich aber eine große Missstimmung breit machen konnte, machten wir uns ums Gepäck erleichtert, auf den Weg zum Herzstück von Paris: dem Eiffelturm. Schließlich war ja das der Auslöser für die Kinder gewesen, den Wunsch zu äußern, nach Paris zu reisen.

Familienreise Paris, Eiffelturm
Fußläufig vom Hotel: der Eiffelturm.
Yooma Urban Lodge
Das verrückte Viertel rund um das Hotel, ganz links seht Ihr das Yooma Urban Lodge

Bevor ich jetzt weiter berichte, möchte ich nur kurz noch festhalten: alles in allem bestätigte sich, dass unsere Hotelwahl eine Gute war. Auch wenn der Start holprig war, hatte das Zimmer alles zu bieten (auf kleinstem Raum, aber toll gelöst), was man so benötigt bei einem City-Trip. Für mich der größte Pluspunkt: Toilette mit Waschbecken vom Bad mit Dusche getrennt, so konnte durchaus parallel geduscht und Zähne geputzt werden – und auch eine längere Sitzung  der Kinder (müssen sie ja meist sogar zeitgleich…) auf dem Klo konnte sowohl zeitlich, als auch geruchstechnisch nicht nerven! Und natürlich muss ich nicht erwähnen, dass die Kinder die Hochbetten genial fanden, oder?

Yooma Urban Lodge Familienzimmer

Yooma Urban Lodge die Lobby
In der Hotellobby gibt es viele Spiele und Malsachen für Kinder

4 Tage Paris – unsere Highlights unter den klassischen Sehenswürdigkeiten

An Tag 1 marschierten wir dann also direkt in Richtung Eiffelturm. Unsere Eindrücke: „Boah, ist der groß!“, „Boah, ist das voll hier!“ und „Boah, man, ey, ist hier überall eine Baustelle?“. Leider muss man das wirklich so zusammen fassen. Der Eiffelturm gefiel uns aus der Ferne besser, denn die Menschenmengen waren einfach wahnsinnig. Wir marschierten also weiter ganz nach dem Motto „been there, done that“. Zudem hatten wir alle Hunger, denn die Mittagszeit war lange vorbei. Also ein bis zwanzig Eiffelturm-Fotos später und ein kleiner Marsch raus aus dem Kern des Paris-Tourismuses fanden wir eine super tolle Kebab-Bude, die fast wie ein nettes Restaurant gemacht war und uns vor allen Dingen mit echt leckerem Essen überraschte. Manchmal sind es ja doch die einfachen Dinge, die glücklich machen.

Eiffelturm Paris

Eiffelturm Paris

Nach dem dann endlich richtigen Einchecken im Hotel und einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns erneut auf den Weg und schlenderten durch die Viertel auf der anderen Seite der Seine. Und so landeten wir erneut in der Nähe des Eiffelturms, allerdings diesmal auf dem Place du Trocadero und mit dem, wie wir finden, schönsten Blick auf den Eiffelturm. Neben einigen aufwendigen Hochzeitskleidern waren auch hier viele Menschen, aber es war viel besser und erträglicher als direkt um den Eiffelturm herum. Außerdem kam endlich mal die Sonne heraus. Ich würde behaupten, hier entstanden auch die schönsten Bilder des ganzen Trips!

Place du Trocadero

Eiffelturm Paris

An Tag 2 ging es durch den Jardin du Luxembourg bis zum Louvre. Wir wollten schließlich die Mona Lisa sehen! Außerdem regnete es (und war kalt…), was ja perfekt für einen Museumsbesuch ist. Dank dem Paris City Pass mussten wir wesentlich kürzer anstehen und mussten auch keinen zusätzlichen Eintritt mehr zu bezahlen im Louvre. Die Mona Lisa wollten neben uns noch gefühlte 10.000 andere Menschen im gleichen Moment sehen, deswegen warfen wir nur einen kurzen Blick aus der Ferne auf das erstaunlich kleine Gemälde und bestaunten eher die anderen wahnsinnig beeindruckenden Gemälde in den vielen Gängen des Louvre. Sicher schafften wir am Ende nur 1/10 des Museums, denn der Louvre ist so beeindruckend groß, dass man dort sicher eine Woche verbringen könnte, ohne sich zu langweilen.

Mona Lisa Louvre
Es war schon sehr verrückt… so viele Menschen vor so einem kleinen Gemälde!

Louvre Paris

An Notre-Dame kamen wir dann auf unserem Weg in Richtung Hotel auch noch vorbei und somit auch an bzw. über die Île de la Cité, leider regnete es auch hier wieder stark. Wir überlegten uns sogar kurz, ob wir uns Mützen kaufen sollten, denn wir hatten uns kleidungstechnisch eher so auf Frühling eingestellt.

Notre-Dame Paris

An Tag 3 ging es mit Philip Neufeldt, den ich nach 12 Jahren endlich noch mal wieder traf, als perfekten Paris-Kenner durch Montmartre bis zu Sacré-Cœur. Ja, was soll ich sagen? es goss aus Eimern…Es lässt sich leider auch nicht schön reden. So machten wir dieses wunderschöne Viertel damit beeindruckendem Monument im Schnelldurchlauf. Dafür ging es später erneut in ein Museum, nämlich dem Centre Pompidou.

Philip Neufeldt
12 Jahre nicht gesehen und doch wieder erkannt. Im Cafè de deux Moulins, bekannt aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“

Centre Pompidou

Am letzten Tag wollten wir dann das durchaus bessere Wetter (hey, es regnete mal nicht…!) nutzen und die Seine-Bootstour machen, auf die sich alle freuten. Und ich muss sagen: das lohnt sich wirklich! Die Fahrt war auch im Paris City Pass integriert (nicht alle Bootstour-Anbieter sind das, aber der größte Anbieter dort schon) und ersparte uns somit Kosten von rund 50€. Die ganzen Sehenswürdigkeiten noch mal vom Wasser aus zu sehen, ist wirklich noch mal anders. Außerdem schien mal die Sonne, das passte ja nun wirklich perfekt!

Bootstour Seine

Bootstour Seine

Bootstour Seine

Als letzten Punkt des Tages wollten wir den Jardin du Plantes ansteuern. Ein Tipp von Philips Freundin, der wirklich gelungen war. Hier konnte man ein wenig durch schöne Blumen schlendern, die Kinder sich auf einem Spielplatz austoben und ein nettes Viertel für das letzte Pariser Mittagessen war dort auch direkt. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir auch noch dem Tierpark dort einen Besuch abgestattet. Denn dort gab es sogar Kängurus!

Jardins des Plantes

4 Tage Paris – unsere Entdeckung abseits der klassischen Must-Sees

Definitiv war das für mich der Marché des Enfants Rouges – inmitten des schönen Viertels Marais bzw. an seinem Rand liegt dieser überdachte Markt. Recht versteckt und vielleicht daher so besonders. Leider hatten wir kurz zuvor schon zu Mittag gegessen, sonst wäre das hier echt ein kulinarisches Highlight geworden. Aber so shoppten wir ein wenig frisches Obst und schlenderten an all‘ den Leckereien vorbei. Vom Burger bis zu tollstem Sushi ist hier viel zu finden – und die Atmosphäre ist unvergleichlich cool und hip, wie ich finde!

Marché des Enfants Rouges

Marché des Enfants Rouges

Marais Paris

4 Tage Paris – unser Fazit

Für uns war es eine spannende, wenn auch zeitweise anstrengende Reise. Wir freuen uns wahnsinnig, dass die Kinder den Luxus erleben dürfen, solch‘ eine Reise in so jungen Jahren machen zu dürfen. Sie sind auch jetzt noch immer stolz auf ihre Eiffelturm-Mitbringsel, die an ihren Betten stehen.

Ansonsten haben wir feststellen müssen, dass eine Städtereise mit 3 Kindern total machbar ist und mit der nötigen Gelassenheit auch echt Spass machen kann! Hätten wir nicht so ein großes Pech mit dem Wetter gehabt und hätten, wie gedacht, den ein oder anderen Moment einfach sich mal in einem Park abhängen können, wäre es sicher noch ein wenig toller gewesen. Denn das gehört eben auch zum Pariser Flair, einfach mal irgendwo abhängen, sei es im Café oder in einem der tollen Parks. Ja, und auch das häufige in einer Schlange anstehen (in Paris wirklich eine Sache, auf die man sich einstellen sollte, überall steht man an), hätte ohne Regen sicher auch nicht so schwer gewogen.

Paris ist aber in jedem Fall eine Stadt, die mit Kindern gemeinsam zu erobern, Spass macht. Zumal es für die Kinder einfach großartig ist, so bedeutende Dinge, wie den Eiffelturm oder die „Mona Lisa“ (wenn auch aus der Ferne…) einfach mal in „live“ zu sehen.

Das Essen gehen haben wir übrigens auch echt gut lösen können. Wir haben uns einen Abend in einem guten Restaurant gegönnt und wurden sogar hinterher gelobt, wie toll unsere Kinder seien (Jaaaaa? Ist das wirklich wahr? Meinen Sie uns?). Ansonsten haben wir sogar einen Abend mit „Food to go“ im Hotelzimmer verbracht, weil wir einfach alle k.o. waren. Das war aber irgendwie auch total gemütlich! Was auch super ist: es gibt häufig kleine asiatische Läden, die wie ein Metzger ihre Ware frisch in der Theke liegen haben. Die Meisten haben ein paar Tische daneben stehen und man kann direkt super lecker essen – und das für wenig Geld! So als kleiner Tipp.

Paris mit Kindern

Ein Crêpe musste natürlich auch sein – und zum Glück begleiteten uns unsere Freunde in eine tolle Crêperie, die wir ohne sie niemals angesteuert hätten, denke ich. Direkt am Centre Pompisou gelegen, ist die „Crêperie Beaubourg“ – echt empfehlenswert!

Ich hoffe, Ihr habt jetzt auch ein wenig Lust bekommen auf die Stadt der Liebe und Euch gefällt mein kleiner Bericht über unsere Familienreise nach Paris! Ach so, eine Sache habe ich noch: am 01.05. sind immer Demos in Paris. Wusstet Ihr? Ja, wir eigentlich auch, hatten es aber nicht auf dem Schirm und standen plötzlich inmitten von zig Straßensperren, die Metro fuhr nicht mehr … und wir mussten zum Zug! aber geklappt hat es am Ende zum Glück alles. Ich glaube, das war wahrscheinlich das größte Highlight für die Kinder, was sie zumindest immer als Erstes von der Reise erzählen.

Seine Paris

Pariser Ecken

Hochzeitspaar in Paris
Ich konnte irgendwann gar nicht mehr zählen, wie viele Hochzeitsshootings wir gesehen haben…
Folgt mir doch auch hier:

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