Einfach anfangen: Zero Waste – mein erster großer Schritt!

Zero Waste ist nicht nur eine Modeerscheinung oder ein Hype, es sollte zu einer Lebenseinstellung werden. Müll zu vermeiden sollte in Fleisch und Blut übergehen. Ich habe dafür in den letzten Jahren ein deutliches Bewusstsein entwickelt, schaffe es aber dennoch noch nicht, überall Müll zu vermeiden. Das man diesen Weg aber schon mal gedanklich einschlägt, ist ein erster Schritt. Ich möchte mich nicht direkt mit Perfektionismus geißeln und voller Frustration schnell wieder aufgeben. Deswegen möchte ich Schritt für Schritt, Bereich für Bereich vorgehen.

Natürlich benutze ich seit Jahren keine Einweg-Tüten mehr. Ich habe immer Mehrweg-Beutel oder Taschen dabei! Und auch verpacke ich Butterbrote, Snacks und Co. für einen Transport immer in wieder verwendbaren Dosen. Hier lest Ihr über meine Brotboxen-Routine für Kindergarten, Schule und die Arbeit. Beim Einkaufen achte ich selbstverständlich auch darauf, möglichst wenig verpackte Sachen zu kaufen, also im Bereich Obst und Gemüse zumindest.

Als nächsten Schritt  – oder besser: als ersten richtigen Schritt – möchte ich mir den Bereich Pflegeroutine vornehmen. Hier möchte ich auf weitestgehend verpackungsfreie Produkte umsteigen, die auch ohne Mikroplastik und sonstige schädliche Zusatzstoffe hergestellt wurden. Und auch meine Wattepads werde ich nur noch aufbrauchen, aber dann durch waschbare Pads ersetzen. Diese kann man sich auch super selbst nähen, z.B. aus ausrangierten Handtüchern oder Baumwollstoffen.

Aber jetzt nehme ich mir erst mal meine täglichen Standard-Pflegeprodukte vor: Shampoo, Duschgel, Zahnpasta und Deo.

Zero Waste

Beim Shampoo habe ich schon mal festes Shampoo benutzt und war schon damals total begeistert! Hier könnt Ihr darüber lesen.

Ein Stück festes Shampoo hält bei mir so lange wie mindestens 6 Flaschen Shampoo, fast noch länger! Und meine Haare sind seit der Benutzung von festem Shampoo weniger schnell fettig und somit müssen sie nur noch alle 2-3 Tage gewaschen werden.

Zero Waste Pflegeprodukte Müllvermeidung
Festes Shampoo „Seanik“ von LUSH im Vergleich zum Shampoo von Santé.

Im Bereich Duschgel bin ich noch unentschlossen und freue mich, dass LUSH anbietet, bestimmte Produkte auch erst mal in kleinerer Größe zu testen. Ich habe zwei Duschgels mit meiner Bestellung geschickt bekommen, die natürlich nicht unverpackt daher kommen, daher würde ich langfristig hier auch auf eine feste Duschseife setzen! Auch wenn die Verpackungen bei LUSH alle zu 100% recyclebar sind, wäre es mir am liebsten auch hier ganz darauf zu verzichten mit einer verpackungsfreien Variante. Hier muss ich aber noch das richtige für mich finden. Und ich bin auch der Meinung, dass es nachhaltig ist, erst mal die Sachen zu benutzen und aufzubrauchen, die man hat.

Zero Waste Pflegeprodukte Müllvermeidung

Als Deo habe ich bisher natürlich auch immer Naturkosmetik benutzt und auf Aluminiumfreiheit gesetzt. Allerdings kam der Deoroller immer in einer Glasverpackung und ich musste sicher 6-8 mal im Jahr einen Neuen anschaffen. Das ist für mich wirklich Müllverschwendung, auch wenn ich das Glas natürlich zum Glas-Recycling gegeben habe und den Deckel sowie den Roller selbst auf Plastikmüll. Jetzt teste ich gerade (und ich bin direkt total begeistert!) ein festes Deo – ebenfalls von LUSH.

Zero Waste Pflegeprodukte Müllvermeidung
„T’eo“ von LUSH im Vergleich zum Alverde Roll-On

Das Deo riecht herrlich frisch und hat eine super Wirkung! Da kommt mir wirklich nichts anderes mehr ins Haus. Vielleicht werde ich nach und nach mal andere feste Deos testen, aber ich glaube, so schnell werde ich das gar nicht aufbrauchen…!

Dann habe ich mir noch den Bereich Mundhygiene vorgenommen. Hier experimentiere ich gerade!

Ich habe mir vor 2 Monaten eine elektrische Zahnbürste angeschafft von happybrush – preislich absolut ok und beim dm Drogeriemarkt erhältlich. Mein Zahnarzt hat mir zu einer elektrischen Bürste geraten und bisher bin ich auch ganz angetan, denn der Akku hält, einmal komplett aufgeladen, drei ganze Wochen! Natürlich sind die Aufsatzbürsten aus Kunststoff und müssen regelmäßig getauscht werden, was sicher ein Wermutstropfen ist.

Dazu habe ich direkt die schwarze Zahnpasta mit Aktivkohle getestet, die aber in einer herkömmlichen Verpackung daher kommt. Allerdings wird aufs Aluminiumsiegel verzichtet und ist diese Tube zu 100% recyclebar. Vom Effekt der Zahnpasta bin ich bisher sehr angetan und auch von den Inhaltsstoffen. Dennoch werde ich ab jetzt Zahnpasta Tabs verwenden. Ich habe sie schon 3 mal getestet und nach dem ersten Ungewohntsein ist es jetzt absolut angenehm. Sie sind so ergiebig, dass mir fast ein halbes Tab reicht für einmal Zähneputzen! Nun sind diese Tabs von LUSH auch in einem Kunststoff-Fläschchen verpackt – hier wird beim nächsten Bedarf dieses Fläschchen von mir dafür verwendet, um in einem verpackungsfreien Supermarkt mit Tabs abzufüllen. Ich bin aber gespannt, ob diese Tabs ergiebiger sind und länger halten.

Zero Waste Pflegeprodukte Müllvermeidung
„Boom“ von LUSH im Vergleich zu „Super Black“ von happybrush

Passenderweise habe ich heute entdeckt, dass zwei liebe Blogkolleginnen von mir heute mit dem Plastikfasten beginnen.  Bei annanikabu und The Ognc lest Ihr also auch in den kommenden 40 Tagen sehr viel zu diesem Thema! Eine tolle Sache, die Fastenzeit so zu nutzen! Ich werde da nach meinen Möglichkeiten mitmachen und diesen Zeitraum nutzen, mir mehr und mehr Gedanken darum zu machen, wie und wo ich noch weiter Müll vermeiden kann. Über diese Gedanken halte ich Euch natürlich auf dem Laufenden!

Es ist nämlich total wichtig, den Mut zu haben, in diese Richtung zu denken und sich klar zu machen, dass man nicht direkt perfekt sein kann! Ein Anfang ist wichtig! Und da es sich um keine temporäre Veränderung handeln soll, sondern eine Lebensum- und Einstellung, muss es langsam gehen. Plastik ist so schnell verschwendet, weggeschmissen und vergeudet, bleibt aber zum Teil 400 Jahre auf unserer Erde, bis es sich zersetzt auf natürliche Weise! Das sollte man sich einfach immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Vielleicht habt Ihr auch Lust mitzumachen, erste Schritte in die Richtung Plastikfreiheit zu machen? Berichtet gerne, auch wenn Ihr noch Tipps und Verbesserungsvorschläge für mich habt!

Ich freue mich auf Euer Feedback.

Eure Sarah

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Einfach anfangen: Zero Waste - mein erster großer Schritt! Müllervermeidung im Bereich Pflegeroutine!
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4 Kommentare

  1. Super Artikel! Ich bin auch im Herzen öko und schaffe es, mich ungefähr in 80% der Fälle daran zu halten. 😉 Meine (sogar ziemlich günstigen) Naturkosmetik-Favoriten: die alufreien Deocremes von Pony Hütchen, die Pflanzenseifen von Alterra/Rossmann und natürlich Kokosöl für Gesicht, Hände & Körper. Viele Grüße, Finna

    1. wp.priseliebe.adm sagt: Antworten

      Liebe Finna!

      Danke für Deinen Kommentar! Ich finde auch, man kann sein eigenes Level des „öko-Seins“ und des nachhaltigen Leben absolut selbst festlegen und 80% ist ja wohl super! Kokosöl ist auch mein neuer Favorit für alles 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Sarah

  2. Liebe Sarah,

    danke für deinen ehrlichen Artikel. Zero Waste ist ja in aller Munde aktuell aber ich fange auch erstmal klein an mit Less Waste. Gerade mit einem Kleinkind finde ich das gar nicht so einfach! Und mit einem Mann der bei all meinen Bemühungen nur die Stirn runzelt 🙂
    Leider gibt es in Frankfurt nur einen Unverpackt Laden und der hat eine kleine Auswahl. Ich hoffe, dass sich da bald mehr tut.

    Über ein update nach einem Monat wie es bei dir läuft würde ich mich freuen.

    Viele Grüsse,

    Laura

    1. wp.priseliebe.adm sagt: Antworten

      Liebe Laura!
      Danke für Deinen Kommentar. Ja, klein anfangen ist doch genau das Richtige! Mein Freund runzelt auch öfter mal die Stirn, hinterfragt, ob das auf Dauer machbar ist. Eine noch so kleine Veränderung in Richtung „less waste“ macht auf jeden Fall schon etwas aus – und danach bin ich mir sicher ist das ein Selbstläufer, weil man Schritt für Schritt Veränderungen vornimmt.
      Ein Update ist eine gute Idee! Das mache ich!
      Liebste Grüße,
      Sarah

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