Enschede – zwischen holländischem Style und Shoppingparadies in einer Kleinstadt.

Vor einer Woche verbrachten mein Freund und ich eine Nacht in Enschede.

Freundlicherweise wurden wir dorthin eingeladen*, um das Städtchen auf eigene Faust zu entdecken. Wir waren vorher noch nie Enschede und Umgebung gewesen – und das obwohl es so nah an der Deutschen Grenze liegt und wir schon viele Ecken in Holland kannten. Für alle aus dem „Ruhrpott“ liegt Enschede noch viel besser, als für uns: Von Essen aus fährt man beispielsweise rund 80km und ist dort. Für uns waren es jetzt 190km, die auch keine Entfernung sind, wenn man bedenkt, dass man danach ein völlig anderes Flair und einen Hauch von Urlaub spürt!

Da in Enschede jeden ersten und jeden letzten Sonntag verkaufsoffen ist, bietet sich da natürlich ein Besuch am Wochenende besonders für diejenigen an, die keine Zeit unter der Woche finden, aber dennoch die schönen kleinen Shops in Enschede besuchen wollen. In der Weihnachtszeit waren sogar alle Sonntage verkaufsoffen, zudem gab es ab dem 09.12.2017 ein „Winter Wonderland“, dass Enschede in ein kleines Winter-Dörfchen mit Eislaufbahn, Weihnachtsmarkt und viel schönem Winter-Schmuck verwandelte.

Für uns war eine Übernachtungsmöglichkeit im Bed&Breakfast Oekepoek reserviert, die unsere Erwartungen übertraf. Ein sehr großes und sehr schön eingerichtetes Appartement lud nahezu dazu ein, den ganzen Tag drinnen zu verbringen – was wir natürlich nicht taten, schließlich wollten wir Enschede entdecken.

Wir hatten kein bestimmtes Shoppingziel, also schlenderten wir von unserem zentralen Startpunkt aus los und stellten fest, dass wir in einer sehr schönen und kulturell geprägten Straße wohnten. Restaurants, ein kleines Theater, eine Jazz-Kneipe und viele schöne Gebäude gab es dort zu sehen. Wir hielten schon mal Ausschau, um ein schönes Restaurant für den Abend zu finden – auch da hat Enschede viel zu bieten. Neben den für Holland typischen Lokalen rund um den Marktplatz bzw. die Kirche gab es viele kleine Bistros, die sehr nett aussahen.

Wir fanden schnell die für uns schönste Ecke zum Bummeln und Shoppen und besuchten die kleinen Shops in der Haverstraatpassage und Umgebung. Was ich ja besonders schön an Holland finde, ist das der Design-Anspruch oft ein ganz Anderer ist. Da wird mit einem absoluten Selbstverständnis jeder Laden saucool eingerichtet und meist auch sehr individuell. So auch der Shop KLOF, leider ein reiner Herren-Shop, aber wirklich einen Besuch wert!

Ganz in der Nähe war auch direkt das tolle Café Brood Bode, was in Kombination mit einem Concept-Store nebendran zu finden ist. Der Cappuccino schmeckte top und in dem Shop gab es so viele tolle Dinge zu entdecken!

Natürlich darf für mich nie ein Besuch in einem Dille&Kamille Shop fehlen, wenn ich in Holland oder Belgien bin. Da finde ich ja (leider) immer etwas…

Abends entschieden wir uns für Sushi und im Anschluss ging es noch in eine typisch holländische Kneipe. Dazu fing es dann auch noch draußen an richtig stark zu schneien, das hatte schon eine sehr weihnachtliche Atmosphäre!

Am nächsten Morgen wurden wir mit einem sehr leckeren Frühstück auf dem Zimmer geweckt und konnten somit in einen tollen weiteren Tag in Holland starten.

Nach einem Bummel und einem weiteren leckeren Kaffee in Enschede hatten wir als nächstes Ziel Almelo. Hier allerdings keine weitere schöne Stadt, sondern ein Industrie-Design-Lagerverkauf, der unser Möbel-Sammler-Herz höher schlagen ließ. Wären wir abends nicht zum Familienessen eingeladen gewesen, hätten wir sogar noch einen Schlenker am Meer vorbei gemacht, was von dort aus rund eine Stunde Fahrt gedauert hätte. Das machen wir dann beim nächsten Mal!

Als wir abends dann wieder Zuhause ankamen, hatten wir nicht das Gefühl, nur eine Nacht weg, sondern von einem kleinen Urlaub nach Hause gekommen zu sein. Für uns sind es ja auch immer ganz besondere Zeiten, wenn wir mal nur zu Zweit, also ohne Kinder, unterwegs sind. Denn ich finde diese Auszeiten ab und an ganz wichtig! Man kann sich einfach mal treiben lassen und auch mal in Ruhe unterhalten. Wobei ich beim nächsten Besuch in Enschede die Kinder dann mitnehmen würde, denn denen würde es dort sicher auch gut gefallen!

*Danke an Seidl PR für die tolle Organisation und die Einladung nach Enschede. Dieser Beitrag wurde dadurch möglich gemacht.
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