Zu Gast: Für mehr Realität über das Mama-Sein.

Mom, Momlife, Mama, Muttersein

Da ich andere Geschichten auf Blogs mindestens genauso spannend finde, wie es mir Spass macht, zu schreiben, startet hier heute eine neue Rubrik: Zu Gast bei undeinepriseliebe. Immer Sonntags, allerdings nicht wöchentlich, wird es hier eine spannende und interessante Kolumne geben.

Ich freue mich riesig, dass als erste Gast-Autorin Doris von My Cutie Pie – The Blog dabei ist. My Cutie Pie ist ein toller Blog zweier Mütter, Doris und Pauline, der vom Alltag als Mamas, aber auch von schönen Reisen und süßer Kindermode berichtet. Und heute möchte Euch Doris mal einen kleinen und realitätsnahen Einblick ins Mama-Sein geben. Viel Spass damit!

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Mama sein bedeutet rosa Wolken, 7. Himmel und das pure Glück… Zumindest ist dies das Bild, das man als Nicht-Mami vor Augen hat, wenn man an Kinder denkt. Die Erzählungen frischer Mütter lauteten: „Ich könnte mir nichts schöneres vorstellen.“, „Das Beste, das mir je passiert ist.“, „Ich könnte nicht mehr ohne Kind sein.“, „Genieße die ersten Wochen, wenn sie so viel schlafen.“…

Das erzählten mir auch meine Freundinnen, die schon Mütter waren. Nach einer schwierigen, mit Komplikationen versehener Schwangerschaft, freute ich mich nun endlich auf den Start als Familie. Die Geburt verlief perfekt und nach ein paar Tagen durften wir endlich nach Hause und unser Glück zu dritt starten.

Wie ich aber schnell rausfinden musste, hielt unsere Tochter nicht viel von schlafen tagsüber und war mehr damit beschäftigt, mich mit weinen und schreien auf Trab zu halten. Sogar die Fotografin vom Neugeborenen Shooting hatte aller Hand zu tun, um schöne Fotos von einem schlafenden, oder zumindest nicht weinendem, Baby zu machen. Für ihren Einsatz bin ich noch heute sehr dankbar. Dank unserer Kinderärztin bekam ich den Tipp zu versuchen C regelmäßig in den Schlaf zu bekommen, was meist nur in der Trage funktionierte. Teilweise lief ich im größten Sauwetter und Regen durch die Gegend um sie zu beruhigen, während brav schlafende Babys in Kinderwägen an mir vorbeizogen. C hasste den Kinderwagen und er ist bis heute nicht ihr größter Freund.

Wie ich im Laufe der Monate feststellen musste, hatte ich ein sehr unzufriedenes Kind, da sie einfach mehr wollte, als sie konnte und dadurch viel weinte. Zudem wollte sie nichts um sich herum verpassen, was das ganze verstärkte. Es gab viele, ja sehr viele Tage, an denen ich mit ihr mitweinte und nicht mehr weiter wusste und manchmal sogar das Mama sein in Frage stellte. „War das wirklich das, was ich wollte?“ „Warum ist gerade mein Kind so unzufrieden und wann wird es endlich besser?“ Manchmal habe ich sogar daran gezweifelt, ob Mama sein das richtige für mich war. Als ich nach und nach mit anderen Mamis, deren Kinder schon etwas älter waren, sprach und voila, was bekam ich von vielen Seiten zu hören? „Mama sein ist echt hart.“ „Bei uns war es ganz genauso.“ „Als Neu-Mama geht man manchmal durch die Hölle.“ „Es ist ganz normal, dass man in den ersten Monaten manchmal verzweifelt und einfach weinen muss.“ „Es ist hart, aber ich verspreche dir, es wird leichter.“

Diese Sätze haben mir wirklich gut getan und mir gezeigt, dass ich nicht die einzige war, die durch ein paar harte Wochen und Monate ging. Sie gaben mir Kraft, die schwierige Zeit durchzustehen und es wurde es mit jedem Schritt (Robben, Krabbeln) tatsächlich einfacher. Als sie dann endlich zu laufen begann, war es eine riesen Veränderung und mein Kind war endlich zufrieden und glücklich.

Ja, auch ich sage mittlerweile, Kinder zu bekommen ist das größte Glück und das Beste, das mir passieren konnte. Aber ich sage den werdenen Müttern auch, dass man durch Höhen und Tiefen geht. Man entwickelt sich selbst weiter, lernt seine Grenzen kennen und kann diese sogar überwinden. Ich wäre damals dankbar gewesen, hätte mir so manche Mama vorab gesagt, wie es wirklich ist/ sein kann. Natürlich gibt es die Anfänger-Babys (wie es unsere Kinderärztin nennt), aber ebene auch Fortgeschrittenen-Babys wie meines eines war. Ich glaube auch, dass der Konkurrenz-Kampf zwischen den Müttern, welches Kind am Bravsten, Besten und Schlausten ist, dem ganzen hilft und wer will schon die erste sein, die zugibt, dass es eben nicht immer perfekt ist.

Für mehr Realität übers Mama werden und Mama sein.

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4 Kommentare

  1. Super Beitrag und soooooo wahr! Meine Jungs sind mittlerweile 13 und 17 (Jahre und nicht Monate alt) und ich erinnere mich soooooo genau an diese teilweise auch mal nicht so geile Zeit! Ich war am Anfang super oft überfordert mit allem und habe mich auch immer gefragt, warum mir das keiner gesagt hat! Heute 17 und 13 Jahre später kann ich darüber schmunzeln aber damals…. mannomann

    1. wp.priseliebe.adm sagt: Antworten

      Danke, Tini! Ja, ich finde es auch gut, wenn man etwas mehr Realität ins Muttersein rein bringt. Dass heißt ja nicht, das man nicht gerne Mama ist – ganz im Gegenteil. Wie kannst Du eigentlich mit so großen Jungs noch so unglaublich jung aussehen? WAAAAAAHNSINN!

  2. Was für ein toller Beitrag. Ich habe sowohl ein Anfänger-Baby als auch eins für Fortgeschrittene vor wenigen Monaten dazu bekommen. Zwei wirklich sehr unterschiedliche Erfahrungen für mich – herausfordernd und kräftezehrend. Nun wird es jeden Tag besser, und ich kann meine kleine Familie richtig genießen. Kinder und ihr Charakter sind halt so unterschiedlich, und das ist gut so! 🙂

  3. Oh wie gut ich dies alles kenne! Ich liebe meine Kinder und keines möchte ich missen, aber es ist wirklich schwierig, wenn ein Kind anstrengend ist und dass sind sie mal alle. Ich sage auch werdenden Müttern, dass es sehr hart werden kann und das erste was man aufgeben sollte ist es zu planen, weil eigentlich am Anfang nur das Baby bestimmt.
    LG,
    Natalia

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