Kleine Fluchten

– oder wie man im Patchwork-Familien-Wahnsinn auch mal durchatmen kann, zu Zweit.

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Das Wochenende mit Tanz in den Mai stand uns bevor. Ein kinderfreies Wochenende für uns.

Wenn man nach Vorteilen einer Patchwork-Konstellation suchen möchte, dann stolpert man sicher über den riesengroßen Aspekt, dass ab und an eben die Kinder nicht da sind – und dass das dann klare Erwachsenen-Auszeiten sein können. Sonst gibt es auch noch ein paar Vorteile, ganz klar, aber auch viel, viel, viel Organisation. Vor allem, wenn man noch in zweierlei Wohnungen lebt. Aber dennoch: ich möchte nichts ändern.

So, nun also 1. Mai. Tanz in den Mai und so. Darauf hatten wir Beide keine große Lust. Denn nach vollgepackten Wochen zwischen viel Arbeit, Lernen, Klausuren und Familienterminen, sehnten wir uns nach Ruhe.

Ach ja, und nach dem Meer.

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Wir Beide haben eine große Sehnsucht nach dem Rauschen, der Luft und dem Gefühl von Weite. Er vielleicht sogar noch mal mehr als ich. Diesmal war es zwar noch unausgesprochen, aber wir Beide wussten es: es muss ans Meer gehen!

Einen Tag vorher buchten wir dann also ganz spontan eine Nacht in Dishoek bei Domburg.

Ja, und dann ging es schon mit einer Autofahrt von 2 Stunden 50 Minuten los in Richtung Meeresluft.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie kurz man fahren muss, um einfach mal eine komplett andere Landschaft und Umgebung zu sehen. Und dem Auge tut das auch wirklich gut, mal etwas Anderes zu sehen. Ja, und dem Gemüt erst recht.

Domburg habe ich durch meinen Lieblingsmenschen erst richtig kennengelernt und mittlerweile waren wir schon häufig dort. Mit Kindern ist es sowieso klasse dort, aber auch zu Zweit ist einfach nur schön.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden, sei es mit einer Wanderung am Meer von Ort zu Ort – oder, parallel dazu und etwas bergiger, auf den Dünen. Überall kann man sich auch günstig Fahrräder, Tandems oder E-Bikes leihen.

Dishoek ist wesentlich ruhiger als Domburg, aber der davorgelegene Strand ist ein perfekter Ausgangspunkt, um z.B. über Zoutelande und Westkapelle nach Domburg zu wandern oder zu radeln. Überall kann man in den klassischen Strandpavillions einkehren und eine Pause machen.

Für uns war es ein perfektes Wochenende. Nur eine Nacht und knapp zwei Tage dort, fühlen sich so erholsam an, wie 4 Tage. Und man findet wieder zu sich, so als Paar und Erwachsener.

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Wir hatten sogar das volle Programm von Radtour über Sonne, Sonne, Sonne und Wind bis hin zum „Sundowner“-Drink am Meer und dann noch dem dazugehörigen Traum-Sonnenuntergang. Auch konnte ich ein neues Getränk entdecken. Im Glauben, ein einfach nur fruchtiges Bier zu bestellen, bekam ich sozusagen ein Longdrink-Bier vom Fass! „Liefmans Fruitesse“ heißt das gute Stück. Und es ist richtig lecker! Vom Bier weit entfernt, aber für den Sommer stelle ich mir das perfekt vor. Ich werde auf jeden Fall versuchen, die ein oder andere Flasche davon auch hier in Köln und Umgebung aufzuspüren.

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Kleiner Tipp: Liefmanns Fruitesse

 

Solche Kurztrips sind auf jeden Fall unglaublich wichtig für mich. Ich empfinde sie als puren Luxus. Sie halten mich auch in schweren Phasen „am leben“ und geben mir einfach total viel.

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Kleiner Hotel-Tipp für schöne Zimmerchen mit nettem Café und Restaurant anbei:

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Pension Duinlust

Dishoek 18
4371NS Dishoek
+31-(0)118-551534

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1 Kommentar

  1. Tolle Impressionen!:)

    Mein Mann und ich haben uns nach unserem Kapstadt-Trip ohne Baby (ebenfalls im Blog) auch geschworen 1x im Jahr zu zweit zu „fliehen“, wenn auch nur kurz ;)! LG

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