Medienerziehung bei Kindern – oder warum man Leistungen ab und an auch mal belohnen sollte.

Nintendo Switch Toad
Werbung/Kooperation/Gewinnspiel: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Nintendo entstanden. Die Bilder, Meinungen und Texte sind meine eigenen.

Ihr wisst es ja bereits, ich habe lange gehadert mit dem Thema Nintendo bzw. Computerspiele im Allgemeinen. Ich habe Euch hier schon mal darüber berichtet, warum ich mich dann doch dafür entschieden habe, dass mein Sohn ein stolzer Besitzer seiner ersten Spielkonsole wurde. Und ich muss sagen, die Entscheidung war keine Schlechte, denn sein Umgang damit war gut und die Tatsache, dass er ein Fußballspiel mit Freunden draußen immer dem technischen Spielgerät vorziehen würde, bestätigte es noch mal mehr. Ja, und diesen Sommer stand dann der Schulwechsel an, kein Grundschulkind mehr, sondern ein Gymnasiast, ein Fünftklässler, ein Großer. Der Freifahrtsschein für das erste Smartphone obendrein (ein altes, gebrauchtes von der Oma natürlich, etwas anderes macht für mich zunächst keinen Sinn). Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie er darauf hingefiebert hat – und wie stolz er dann war! Das Smartphone machte für mich nämlich wirklich erst ab dem Schulwechsel Sinn, da er davor zwar kleinere Wege schon allein zurück legte (zu Fuß oder mit dem Rad), die sich aber im Umkreis von 500 Metern befanden und somit ein Handy überflüssig machten. Außerdem fand ich es sehr gut, dass er so schon mal lernen musste, sich an Absprachen zu halten und pünktlich zuhause zu sein – und eben nicht schnell eine Nachricht zu schreiben, dass er später kommt.

Ja, und weil das alles gut klappte, bekam er dann das alte Smartphone meiner Mutter mit einem kinderfreundlichen Tarif zum Grundschulende. Als er am letzten Schultag dann mit dem Zeugnis bepackt zuhause ankam, gab es aber für alle noch eine viel größere Überraschung: ein sensationell gutes Zeugnis. Hier hatte ich Euch schon mal über die kleinen „Problemchen“ berichtet und die damit einhergehende, schwierige Wahl der weiterführenden Schule. Und jetzt beendetet Moritz seine Grundschulkarriere mit einem bombastischen Zeugnis. Also, er hatte davor nie schlechte Noten, keine Frage. Aber er hatte Unsicherheiten, hinkte in Puncto Rechtschreibung deutlich hinterher und war nie besonders ehrgeizig. Was hatte dieses Schulhalbjahr mit ihm gemacht? Natürlich war ich daran beteiligt und habe viel Zeit in die Unterstützung der Hausaufgaben investiert. Aber ich hatte niemals damit gerechnet, dass er in wirklich allen Fächern so durchweg supergute Leistung zeigen kann. Und ich hatte es auch niemals verlangt oder erwartet. Scheinbar war mein ja noch sehr junges Kind (Einschulung mit 5) plötzlich groß geworden und hatte das aufgeholt, was ihm zuvor „fehlte“. Es stimmt, wenn man sagt „Jeder in seinem Tempo.“.

Und plötzlich fiel mir (und meinem Sohn natürlich auch) eine Unterhaltung ein, die wir beim Halbjahrszeugnis davor führten.

„Mama, nehmen wir mal an, ich hätte in allen Fächern mindestens eine 2, würde ich dann eine Nintendo Switch von Dir bekommen?“

 

„Ja, Moment, Du hast doch noch nicht so lange Deinen Nintendo 3DS?!“

 

„Ja, ich weiß, aber ich meine nur, mal so rein theoretisch… würdest Du mir dann eine Switch schenken?“

 

„Puh, das ist schon ein großes Geschenk, aber… hm… ich denke, dann hättest Du sie Dir vielleicht wirklich verdient.“

Ja, ich weiß… das mit dem Verdienen und Belohnen ist so eine Sache. Und wenn ich ehrlich bin, könnte ich mich selbst dafür schlachten, mich auf diese Konversation eingelassen zu haben, weil es eigentlich nicht meinen Erziehungsprinzipien entspricht. Aber zum Einen hätte ich nie damit gerechnet, dass er so eine Wandlung in Sachen Ehrgeiz macht (er ist nun mal eher der Typ „Minimal-Prinzip“, was auch vollkommen in Ordnung ist) und zum Anderen habe ich vielleicht schon ein wenig gedacht, es könnte ihn anspornen, mal mehr aus sich heraus zu holen. Jaja, man soll ja zu seinen Fehlern stehen… nicht wahr?

Und, wisst Ihr was? Er hatte es sich auch wirklich verdient! Auch wenn ich es ganz schön krass fand, dass er vom sehr digital fernen Kind plötzlich zum Besitzer eines Smartphones und eines weiteren elektronischen Spielgerätes wurde.

Nintendo Switch Toad

An dieser Stelle muss ich, glaube ich, noch kurz erwähnen, dass der Sohn meines Freundes ja auch seine „Papa-Zeit“ in unserer Patchwork-Familie verbringt. Er wird auf der Mama-Seite ganz anders erzogen, was den Kontakt mit Medien und digitalen Spielgeräten angeht. Es ist schon ein starker Kontrast dazu, wie wir den Umgang mit Medien bei uns handhaben. Dennoch bringt das auch immer mal wieder kleine Problemchen mit sich, da es natürlich für Kinder nicht so verständlich ist, dass es Einen in unserer Familie gibt, der gleichalt ist und viel mehr Berührungspunkte mit z.B. Spielkonsolen, Smartphones und iPad hat – ja, und diese auch besitzt. Und auch wenn uns wichtig ist, eben genau diese andere Seite zu leben, ist es auch oftmals schwierig und vielleicht nicht immer zielführend.

In unseren Sommerurlaub durften beide Jungs ihre Nintendo Switch mitnehmen und auch die Kleine durfte das vom Bruder geerbte Nintendo 3DS (mit stolzgeschwellter Brust) einpacken. Unsere Regeln: sie dürfen es sich selbst einteilen, wann sie spielen, solange es nicht direkt nach dem Aufstehen geschieht und nicht unsere Aktivitäten beeinflusst, in dem sie beispielsweise Ausflüge etc. boykottieren.

Und wisst Ihr was? Es hat funktioniert! Ein schöner Nebeneffekt: die Jungs kamen sich dadurch noch näher. Denn sie spielten miteinander (ja, völlig erstaunlich!), tauschten sich darüber aus und hatten plötzlich eine ganz andere Basis. Seitdem sind sie nicht mehr nur „Patchwork-Brüder“, sondern irgendwie Kumpels.

Ein Spiel machte uns irgendwie allen Spass (sogar der Kleinsten): Captain TOAD – Treasure Tracker.

Nintendo Switch Toad

Captain TOAD muss in dem Spiel verschiedene Rätsel lösen, mit viel Geschick durch kleine Labyrinthe kommen und seine Schätze einsammeln. Echt ein Spiel für die ganze Familie! Außerdem gefällt mir aus kindlicher Erinnerung die Super Mario-Welt, der Captain TOAD entsprungen ist, immer super gut, auch wenn ich mit 3D immer noch überfordert bin. Damals auf meinem Gameboy gab’s ja noch nicht mal Farbe 😉

Nintendo Switch Toad

Und welche Regeln gelten bei uns jetzt in Bezug auf technische Geräte?

Ziemlich klare. Denn nur so funktioniert das mit Schule, Sportverein, Freunde treffen und Co. Die Nintendo Switch bleibt tatsächlich unter der Woche aus und darf nur am Wochenende bespielt werden – und dann auch erst, wenn Hausaufgaben oder Fußballspiel vom Verein z.B. erledigt sind. Damit fahren wir bisher gut und können dann auch total entspannt sein, wenn sie dann auch mal am Stück 1-2 Stunden „zocken“. Schön finden wir, dass die Jungs, wenn sie die Nintendo Switch auspacken, immer in einem Zimmer zusammen sein wollen. Das war irgendwie unsere größte Sorge, dass dann jeder in seinem Zimmer verschwindet und sie weniger Kontakt miteinander haben.

Und mit dem Smartphone ist es ähnlich: unter der Woche darf es auf Wegen, die alleine zurück gelegt werden (also mit dem Bus, Fahrrad oder zu Fuß), benutzt werden, sonst ist es ausgeschaltet. Und zuhause muss einfach erst kurz gefragt werden, bevor sie es anschalten, um die verschiedensten Whats-App-Nachrichten zu checken. Auch das klappt, bisher, sehr gut.

Übrigens: der Fernseher ist bei uns unter der Woche grundsätzlich auch aus. Und wenn er mal läuft, dann schauen wir etwas gemeinsam, auch am Wochenende. Ich mag es einfach nicht, wenn Kinder wahllos TV schauen – und irgendwie ist es dadurch auch immer etwas Besonderes bei uns.

Nintendo Switch Toad

Übrigens habe ich auch noch etwas Tolles für Euch:

Weil ich das Spiel Captain TOAD – Treasure Tracker so toll finde,  darf ich gemeinsam mit Nintendo zwei Spiele von Captain Toad für die Nintendo Switch verlosen! Cool, oder?

Wie Ihr mitmachen könnt:

Teilnahmebedingungen: Am Gewinnspiel teilnehmen dürfen in Deutschland wohnhafte Personen über 18 Jahre. Teilnahmeschluss ist der 04.10.2018, 23:59 Uhr. Die Teilnahme erfolgt per E-Mail an gewinnspiel@sz-scala.de mit einer gültigen E-Mail Adresse. Die E-Mailadresse wird ausschließlich für die Benachrichtigung des Gewinners  und lediglich zum Zweck des Gewinnspiels verwendet.

Und das müsst Ihr tun: Schreibt eine E-Mail an gewinnspiel@sz-scala.de mit dem Betreff „undeinepriseliebe“ und der Lösung des folgenden Labyrinths „A oder B“.

Ich drücke Euch alle vorhandenen Daumen!

Folgt mir doch auch hier:

Schreibe einen Kommentar