Projekt: Halbmarathon. Oder wie ich mir das als Laufanfängerin zutraue.

Laufen für Anfänger

Ich habe es nie verstanden, wie man Glücksgefühle durchs Laufen bekommen kann. Bis ich selbst damit anfing. Wobei…

…das ist auch nicht ganz korrekt oder einfach zu profan formuliert. Denn ganz ehrlich: am Anfang macht das keinen Spass! Und auch wenn man sich hinterher immer besser fühlt, als wenn man gar keinen Sport gemacht hätte, kann man da von Glücksgefühl nicht sprechen. Zumindest nicht bei mir. Ich bin nicht die geborene Sportlerin. Ich bin schon immer gerne aktiv und draussen gewesen, aber so richtig krassen Sport, den habe ich nie gemacht. Sicher lag das auch an meiner Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) und der darauf folgenden Operation im Alter von 14 Jahren. Aber sagen wir es mal ganz einfach ausgedrückt: ich hab‘ bei 0 gestartet.

2014 hatte ich schon mal eine Lauf-Phase und habe auch an drei offiziellen Läufen (10 km ,14 km und 15,7 km) teilgenommen, aber dann kam irgendetwas dazwischen und ich hörte wieder auf. Fing zwar immer mal wieder an und war aber auch immer wieder frustriert, dass ich erneut bei 0 starten musste.

Laufen für Anfänger

Seit zwei Jahren wohnen wir in schöner grüner Lage und mit direktem Zugang zum Wald sozusagen – ja und es hat dann auch nur anderthalb Jahre gedauert, bis ich mir das wirklich zu Nutzen machte. Mein erster Lauf allerdings… wenn man das so nennen kann… naja, er frustrierte mich wieder. Nach 1,5km war ich absolut k.o. Dazu sei gesagt, dass jeder Weg in den Wald bei uns erst mal einen ordentlichen Berg hinauf. Und das fiel mir so untrainiert natürlich unglaublich schwer und setze mich immer direkt zu Beginn außer Gefecht. Ich holte mir motivierende Unterstützung im Netz und bekam immer wieder den gleichen Tipp: starte langsam, laufe langsam und mach‘ Dich nicht verrückt.

Ich hielt durch und so wurden recht schnell aus den 1,5 km dann entspannte 4 km. Der Berg nervte zwar immer noch, aber gut, da musste ich nun mal durch. Eines Morgens stürzte ich, so blöd, dass ich dachte, dass kann doch nicht wirklich passiert sein. Ich dachte ja schließlich immer – völlig hochnäsig -, man müsse schon sehr blöd sein, um beim Joggen zu fallen. Also ich schaffte es tatsächlich keine 20 Meter hinter unserer Haustür so zu stürzen, dass meine Hose zwar heil blieb, aber beide Knie übelst aufgeschlagen waren. Der innere Schweinehund jubelte und blies in die Party-Tröte, denn jetzt gab es ja die perfekte Ausrede…

Sechs Wochen lang lief ich dann tatsächlich auch nicht. Und dann? Ja, ich fing nahezu wieder bei 0 an. Und ein Glücksgefühl gab’s immer noch nicht so wirklich.

Laufstrecke wunderschön im Wald
Solche Szenen sieht man nur, wenn man früh morgens in der Natur unterwegs ist.

Ich motivierte mich damit, dass mich das Joggen kein Geld kostet und ich an der frischen Luft bin. Nie mehr Fitnessstudio war meine Devise, nachdem ich vor einigen vielen Jahren mal stilles Mitglied in einem Fitnessclub war. Und plötzlich gingen wieder die 4 km gut und ohne Pause. Ich ließ es zunächst bei der Distanz von 4 km und verbesserte nach und nach meine Geschwindigkeit. Um am Ball zu bleiben, meldete ich mich bei einem 10 km Lauf, dem Nikolauslauf an und kurz vor dem Lauf lief ich tatsächlich das erste Mal die 10 km-Distanz mit meiner persönlichen Drill-Instructorin Angela und wir merkten es erst hinterher. So ist es natürlich perfekt! Den Lauf schaffte ich durch die Sicherheit, dass ich die Distanz packe, dann auch gut, wenn auch mit ein wenig Kampf verbunden, aber auch hier traf ich eine super nette Läuferin, die das Ganze mit mir gemeinsam durchstand.

Und so schlossen wir uns zusammen und liefen zu Dritt an Silvester noch mal gemeinsam in Bonn die 10 km. Und soll ich Euch etwas sagen? Ich schaffte es knapp unter einer Stunde! Mein persönliches Highlight.

Halbmarathon für Laufanfänger

Parallel dazu ergab sich bei Instagram eine tolle Gruppe motivierender Frauen, die alle laufen. Manche als absolute Anfängerinnen, manche als erfahrene Marathonis. Jeden Tag sprüht aus dieser Gruppe so viel Energie, dass der innere Schweinhund längst die Party-Tröte weg gepackt hat und sich mit seinem Schicksal der Nichtbeachtung abgefunden hat.

Ja, und jetzt habe ich ein neues Projekt: den Halbmarathon.

Ich kann es selbst noch gar nicht fassen, hatte mir aber gesagt, dass wenn ich die 10 km gut schaffe, ich anfange für den Halbmarathon am 07. April in Bonn zu trainieren. Und zwar mit einem richtigen Trainingsplan! Gut, dass ich bei 21run.de eine tolle Auswahl an Plänen fand und jetzt einen klaren Fahrplan habe, wie ich trainiere. Auch wenn ich aktuell beim Halbmarathon keine Zielzeit im Kopf habe, sondern einfach nur gut ankommen möchte, wäre es natürlich super toll, nicht allzu langsam unterwegs zu sein. Deswegen stehen jetzt regelmäßige Intervalltrainings auf dem Plan und auch alternativer Sport, um die Muskelgruppen zu stärken.

Ich bin unglaublich gespannt, wie es so klappt und nehme Euch immer mal wieder mit! Unter dem Hashtag #Laufgang findet Ihr bei Instagram viele tolle Inhalte!

Man sieht entlang der Laufstrecken auf einmal viele richtig schöne Ecken in der Natur, ich mag es besonders, wenn ich Routen laufe. Also nicht zig mal die gleiche Runde, sondern mir immer wieder neue Ziele setze und Wege entdecke.

Wenn Ihr Euch jetzt fragt, was Ihr alles so braucht, um mit dem Laufen anzufangen, empfehle ich Euch schon mal einen Beitrag von Patricia auf ihrem Blog Mom’s Blog – hier lang.

Und, eins noch: am Sonntag teste ich mich mal an 15 km bei einem offiziellen Lauf. Drückt mir die Daumen, dass es gut klappt!

 

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