Schritt für Schritt zum minimalistischen Kleiderschrank!

Wir leben im absoluten Überfluss! Und ja, auch ich kann mich nicht davon frei machen, ab und an dem Konsum zu verfallen – dafür finde ich schöne Dinge einfach viel zu schön!

Aber ich habe mir im letzten Jahr nichts gekauft und bestimmt 3-4 mal schon ausgemistet. Ja, aber jetzt, da sollte der letzte Schritt folgen: ein finales Ausmisten! Und wisst Ihr was? Ich befürchte, es ist immer noch nicht das letzte Mal gewesen! Aber es ist ja auch ein Weg, mein persönlicher Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Minimalismus.

Wir haben einen begehbaren Kleiderschrank. Das hat sich so ergeben, weil unser Schlafzimmer im Dachgeschoss ist und es kaum eine andere Möglichkeit gab, als einen Raum für Kleidung zu bauen. Zudem waren bereits einige Regalbretter an den Wänden vorhanden, die wir nutzen wollten, denn es wäre sonst zu schade um sie gewesen.

Wie dem auch sei, ein begehbarer Kleiderschrank ist total praktisch, verleitet aber auch dazu – weil man genug Platz hat – zu sammeln, horten und im Chaos zu versinken. Also bei mir zumindest.

Deswegen habe ich es an einem Tag, an dem es mir mental total schlecht ging, angepackt. Und was soll ich sagen? Am Ende tat es so gut und ich habe mich so befreit gefühlt!

Hier für Euch mal bildlich, wie viele Teile „raus geflogen“ sind:

Wahnsinn, oder? Man könnte fast meinen, mein Schrank sei jetzt leer. Tja, dem ist allerdings nicht so. Und das ist das eigentlich Erschreckende daran!

Ich habe es ganz bewusst so gemacht, dass ich meinen gesamten Schrank entleert habe. Ok, wisst Ihr, was ich noch vor mir habe? Meine Socken- und Unterwäsche-Schublade. Aber ich hätte mich sonst verzettelt und da bekannter Weise niemand perfekt ist, muss ich das ja auch nicht im ersten Schritt sein.

Um es noch mal zu wiederholen, hierbei handelt es sich ja um meinen persönlichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Minimalismus in MEINEM Leben. Und irgendwie mag ich es auch, wenn es nicht zu aalglatt ist, das schreckt doch alle ab. 😉

Hier auf jeden Fall der gesamte Inhalt meines Schranks in Haufenform:

Wenn man das so in der Menge da liegen sieht, dann denkt man auch „kann nicht sein!“ – und warum bitte finde ich an manchen Tagen NICHTS zum Anziehen?!

Also machte ich es wie von Marie Kondo, Konmari, empfohlen, ich nahm jedes Teil vom Haufen in die Hand und begutachtete es.

Ich fragte mich bei jedem Teil folgende Dinge:

  • wann hatte ich es das letzte Mal an?
  • passt es mir aktuell?
  • würde ich es morgen anziehen?

Das waren meine eigenen, für mich sinnvollen Fragen. Bei Teilen, die ich länger als ein Jahr nicht anhatte, war klar: kann weg. Bei Teilen, die zu groß oder zu klein waren, ging es genauso zu. Die schwierigste Frage war für mich immer „würde ich es morgen anziehen?“. irgendwas in mir drin kann sich nämlich ganz schlecht trennen und will dann denken „Och, vielleicht könnte ich es ja noch mal ganz anders kombinieren…?“ oder „das hat doch mal so viel gekostet…!“.

Naja, dieses Mal war ich radikal. Der Berg des „Kann-Weg“-Haufens wuchs und wuchs.

Und dann kam der schönste Teil für mich: nach Kategorien einräumen.

Da wir einen offenen Kleiderschrank haben (also nur durch einen Vorhang zum restlichen Raum getrennt, konnte ich die Marie Kondo-Faltmethode nur bedingt anwenden. Zur Info: Marie Kondo empfiehlt, Kleidungsstücke stehend zu falten, damit man einen besseren Überblick behält. In zwei Schubladen der Kommode habe ich das auch für Shirts und Sportklamotten so gemacht. Die restlichen Klamotten hängen oder liegen so gut sichtbar, dass ich die stehende Faltmethode nicht brauchte.

 

Auf dem Kleiderständer hängen Röcke, Blusen und Kleider. Daneben findet man Schals und darüber Taschen, Mützen und Co.

Eine weitere Kleiderstange hat Platz für Jacken, Cardigans und Pullover.
Die Hosen sind hier gut sichtbar auf einem Regalbrett zu finden.

Bis jetzt kann ich super Ordnung halten – und das funktioniert so schon 4 Wochen! Nur die Wäsche- und Strumpfschublade habe ich noch immer nicht in Angriff genommen…

Was übrigens nicht nur schön aussieht, sondern auch echt hilfreich für Ordnung & Co. ist, den Kleiderschrank und die einzelnen Kategorien nach Farben zu sortieren. Auch wenn ich nicht viel Buntes im Schrank habe, ist es toll, farbliche Ordnung zu haben. Ganz ehrlich: seitdem fällt es mir tausend Mal leichter, ein Outfit zusammen zu stellen. Und noch was: ich habe keinen Tag irgendetwas vermisst im Schrank…

Und eine Sache ist jetzt natürlich absolut klar: in meinen Schrank wandern nur noch Dinge, die ich „brauche“ oder besser, die mir einen großen Nutzen versprechen und die mich lange begleiten werden. Nicht jedes Teil in meinem jetzigen Schrank ist nachhaltig oder fair verarbeitet worden! Aber nach und nach wird sich mein Schrank in einen fairen und nachhaltigen Kleiderschrank verwandeln – aber alles im Fokus des Minimalismus. Hier seht Ihr meine kleine #fairfashionwishlist für dieses Jahr – ob ich mir übers Jahr verteilt alles davon erfülle, weiß ich nicht, aber es sind alles Teile, die meinen Style widerspiegeln und meinen Schrank ergänzen können.

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Schritt für Schritt zum minimalistischen Kleiderschrank!
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Schritt für Schritt zum minimalistischen Kleiderschrank! Mein persönlicher Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Minimalismus im Bereich Mode!
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Sarah Vianden
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