Zu Gast: Die schwierigste Zeit in unserem Leben, ist die beste Zeit, innere Stärke zu entwickeln.

Sonntag ist Gast-Beitrags-Zeit! Heute darf ich Euch wieder einen tollen Beitrag von Meike präsentieren. Ein weiterer ehrlicher Beitrag nach 9 Wochen in einer psychosomatischen Klinik – ein Fazit und auch ein absolut ehrliche Selbst-Reflektion. Ungeschönt und pur.

Ich ziehe meinen Hut vor dem Mut, den Maike hat – eine echte Kämpferin! Aber am besten Ihr lest selbst:

9 Wochen Klinik, zig Pakete Taschentücher verbraucht, 42 Schals mit Liebe gestrickt und immer wieder stand ich zwischen Leben und Tod. Ich hatte keine feste Entscheidung zum Leben und immer wieder gab es Gespräche darüber, dass ich in die Psychiatrie verlegt werden müsse. Viele Albträume, viele Emotionen, ständiges Wiegen, viele Mahlzeiten und immer wieder diese Ängste und ständige Hoffnungslosigkeit. Das Personal der Klinik hat mich immer wieder gestärkt, mich aufgebaut.

Nach den 9 Wochen bedanke ich mich aber in erster Linie bei mir selbst! Dass ich diesen Schritt hier her gewagt habe und mich nicht für das „Aus“ entschieden habe. Dass ich hier von Anfang an ehrlich war und geredet habe. Dass ich einiges geschafft habe und jetzt weiter Pläne für eine Zukunft stehen.

Die Oberärztin und auch die Therapeuten waren ganz baff und stolz, dass ich trotz allem so viel geschafft habe. In mir steckt nämlich eine Kämpferin, auch wenn ich den Glauben daran sehr oft verliere, weiß ich das!

Ich habe gelernt, dass ich mich immer in schweren Krisen selbst verletzte – seien es triggernde Erlebnisse oder einfach tiefe Traurigkeit, Wut und Verzweiflung. Jetzt weiß ich, wie wichtig es ist, genau über diese Gefühle zu reden, damit der Druck geringer wird.

Ich verletzte mich oft, wenn ich in schlimmen Suizid-Gedanken hänge. Denn ganz tief in mir, will ich nicht sterben!

Alles richtete ich immer gegen mich selbst – sei es das Hungern oder das Verletzen. Für mich ist es immer die einzige Überlebensstrategie gewesen. Ich brauchte immer etwas an den Tagen, wo ich mich einfach nicht mehr spürte, wo ich neben mir stand und mich meine innere Leere auffraß. All diese Gedanken zermürben mich und machen mich lebensunfähig, dabei steckt in mir ein riesiger Lebenshunger!

Ich war hier ein paar Tage wie eine Statue und dann im totalen emotionalen Chaos, aus dem ich keinen Ausweg mehr sah. Jetzt weiß ich, dass es das Wichtigste für mich ist, zu reden und mir zu sagen, dass meine Gefühle da sein dürfen, aber ich mehr bin als sie.

Je mehr ich mich wahrnehme, je besser lässt sich der Stresspegel regulieren. Ich habe viel gelernt, wie ich damit umgehen kann und versuche meinen Notfall-Koffer auch Zuhause zu nutzen. An manchen Tagen denke ich, ich brauche jetzt die Rasierklinge, aber dann sage ich mir „Stop, Meike, Raucher, die aufhören wollen, haben auch den Drang und greifen dann aber zum Kaugummi, versuche Du auch Deine anderen Mittel zu nutzen!“. Ich will es Zuhause auch weiter schaffen! Ich möchte mich nicht mehr so schlecht behandeln. Ich brauche mehr Aufmerksamkeit, auch für die kleine Meike, die tief in mir drin schlummert – und ich kämpfe weiter!

Ich bin Euch Allen so dankbar für Eure Unterstützung! Und ich wünsche Euch, dass Ihr Euch auch Hilfe holt, wenn Ihr sie braucht. Es ist nämlich keine Niederlage! Ganz im Gegenteil!

Ich bin stolz, den Schritt gegangen zu sein, auch wenn es sehr sehr hart war. Aber es hat sich gelohnt!

Danke für alles!

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6 Kommentare

  1. Ricarda Menger sagt: Antworten

    Liebe Meike,du hast einen sehr schönen und ehrlichen Beitrag geschrieben.
    Und, natürlich hat sich der Aufenthalt in der Klinik gelohnt.Das merkt man,so wie du deine Beiträge gestaltest.
    Wir kennen uns nicht persönlich, aber ich folge dir gerne auf Instagram.Da ich auch denke, das man sich nicht verstecken muss.Mach weiter so.Du schaffst das!

  2. Mel und Markus sagt: Antworten

    Hallo Meike

    Ich finde es echt super das du dein Erlebtes so nieder schreibst und für andere die möglichkeit gibst für Sie einen Schal zu stricken, der bezahlt wird und nie bei uns angekommen ist! Wenn dann von 2 Instagramm Profilen aus dir geschrieben wird, bekommt man keine Antwort und wird dann noch Blockiert! Verarschst du gerne andere Leute so? Ich muss Leider diesen Weg so hier gehen und es öffentlich machen da du uns beide Blockiert hast und nie auf eine Nachricht geantwortest hast!

    Ich hoffe dss wir unser Geld bald zurück bekommen!

    1. wp.priseliebe.adm sagt: Antworten

      Ich habe echt überlegt, ob ich den Kommentar genehmigen soll oder nicht. Aber ich will da eigentlich nichts künstlich ausblenden.
      Ich muss nur Jennifer zustimmen, ich finde den Weg, den Ihr geht nicht gut!

  3. Jennifer sagt: Antworten

    Mel und Markus,
    Ist euch das Geld so wichtig, dass ihr einen Menschen der ohnehin schon mit sich kämpft so bloß stellt? Klar sollte jemand auch die Konsequenzen spüren, aber auf solch eine Weise?

    Meike,
    Ich folge dir auch seid einer Weile bei Instagram und hoffe, dass du bald all diese Gefühle loslassen kannst. So was ist einfach gesagt aber ich weiß aus eigenen Erfahrungen, dass DU DIE EINZIGE sein kannst, die diese Gefühle steuern kann. DU entscheidest glücklich zu sein!
    Was den Schal betrifft: Vielleicht spürst du es selbst, vor Dinge wegzulaufen bringt vielleicht den Vorteil, dass man sie nicht mehr sieht, das schlechte Gewissen bleibt allerdings. Also pack es an und melde dich bei den Kollegen da oben und stell dich der Verantwortung 😉 Ich wünsche dir so viel und alles Gute!!!!

    1. wp.priseliebe.adm sagt: Antworten

      Hallo Jennifer, ich stimme Dir da voll und ganz zu! Danke für Deinen Kommentar.
      Liebe Grüße,
      Sarah

  4. Mel und Markus sagt: Antworten

    Liebe Meike, liebe WP.PRISELIEBE.ADM und liebe Jennifer,

    Wie sind sehr traurig und enttäuscht über die Situation mit dem Schal. Um auf eure Fragen kurz einzugehen:
    Ja, wir müssen diesen Weg hier gehen, da wir bei Instagram beide Blockiert wurden und nur noch über diesen Blog hier mit Meike kommunizieren können.
    Jein, unser Geld ist uns nicht so wichtig. Uns geht es nur darum für etwas bezahlt zu haben was wir nie erhalten haben und vor allem dass uns nicht geantwortet wird , wie verblieben wird .
    Meike, ich bzw wir wollen nichts böses von dir , sondern lediglich eine Antwort auf unsere Nachrichten. Uns geht es in erster Linie nicht nur um das Geld, sondern viel mehr um die Tatsache , dass wir blockiert wurden und keinerlei Antworten bekommen.

    Liebe Grüße von uns beiden 🙂

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