Zu Gast: Einen Monat „Shopping-Detox“ und die Suche nach bewusstem Konsumverhalten.

Ausmisten im Kleiderschrank

Heute habe ich einen interessanten Gastbeitrag für Euch – und zwar hat die liebe Britta (hier findet Ihr ihren Instagram-Account) einen Blogeintrag über einen Monat „Shopping-Detox“ geschrieben.

mrsbrittibee
Britta von „mrsbrittibee“ bei Instagram

Ich finde das vor allen Dingen spannend, weil Britta mir im Vorfeld berichtete, wie schlecht sie sich fühle, weil Ihr Konsumverhalten so aus dem Ruder geraten sei. Unglaublich sinnvoll, genau dann so einen Zeitraum des bewussten Verzichtes zu machen, um festzustellen, was braucht man wirklich und was ist doch eher unnötig. Aber am besten Ihr lest selbst, wie es Britta ergangen ist:

 

„Shopping-Detox“ – Brauche ich das wirklich?

Im Dezember gibt man eh viel Geld aus. Ich sowieso, denn ich habe auch noch Geburtstag. Aber als ich im Januar immer noch hemmungslos bestellt habe, ohne vorher darüber nachzudenken, habe ich mich irgendwann gefragt: „Muss das sein?“. Außerdem platzte mein Kleiderschrank eh aus allen Nähten, mein Stapel umgelesener Bücher war auf ca. 20 Stück angewachsen – trotzdem kamen immer neue dazu – und ständig habe ich mir irgendwelchen Kleinkram für 10€, 20€ gekauft. Klar, gehe ich arbeiten und verdiene mein Geld, was ich auch ausgeben kann! Aber muss man dennoch immer seinem Konsumwillen nachgehen? Sollte man nicht vorher nachdenken, ob man etwas wirklich benötigt? Daraufhin habe ich mir für den Februar das Ziel gesetzt, mir wirklich gar nichts Neues zu kaufen (Es sei denn, ich brauche es, weil etwas kaputt geht… Darauf komme ich  nachher nochmal zurück!😉). Da ich gerade wieder mein Sport- und Ernährungsprogramm mache, gehörten Sachen, die ich hierfür benötigte, nicht dazu. Gleichzeitig wollte ich aber auch ausmisten und vor allem meinen Kleiderschrank aufräumen.

Die erste Hürde

Eine erste kleine Hürde gab es direkt am 01.02.. Mein Liebster hatte in ein paar Tagen Geburtstag, ein Baby-Besuch stand an und ich brauchte wirklich eine weiße Bluse, denn ich musste Bewerbungsfotos machen lassen. Also musste ich mich persönlich auf die weiße Bluse beschränken und sonst nur die Kleinigkeiten für die anstehenden Ereignisse kaufen. Natürlich habe ich dann im H&M tausend interessante Dinge gesehen, aber ich habe nur die Bluse gekauft und war echt stolz auf mich! …und wie ich finde, hat sich dieser Kauf echt gelohnt!

Anfang Februar hatte ich zudem ein langes Wochenende. Zuerst hatte ich die Befürchtung, dass ich das Verlangen nach Online-Shopping habe, aber das war zum Glück nicht der Fall! Stattdessen bin ich langsam angefangen auszumisten.

Ein erster wirklich harter Bewährungstest war tatsächlich der Geburtstag meines Liebsten. Ich hatte ihm einen Gutschein von Nike geschenkt, damit er sich seine eigenen Nike gestalten konnte. Der Gutschein kam anscheinend zu spät an – das habe ich gar nicht gemerkt, da er rechtzeitig vor dem Geburtstag ankam – und Nike schickte mir als Entschuldigung einen 25%-Rabatt-Gutschein. Ja, das ist eine ganz schöne Menge! Natürlich konnte ich nicht anders und designte mir auch Schuhe… Die waren schon von 140€ auf 110€ reduziert und mit dem Gutschein hätte ich dann 60(!!!) € Ersparnis gehabt!

Ich habe es dennoch gelassen, war dann erstmal aber ziemlich grumpy! Erst nach einiger Zeit war ich dann doch sehr stolz auf mich und habe mich gut gefühlt!

Ausmisten im Kleiderschrank

Eine „Wishlist“ und systematisches Ausmisten

In der Woche darauf bin ich einfach angefangen, mir eine „Wishlist“ anzulegen. In der habe ich notiert, was ich mir gerne kaufen möchte. Da ich dem Verlangen ja nicht sofort nachgehen konnte, hatte ich die Möglichkeit zu überlegen, ob ich die Sachen wirklich brauche bzw. haben möchte!

Gleichzeitig habe ich immer weiter ausgemistet und festgestellt, dass das ganz schön befreiend sein kann! Auch nicht die ganze Zeit einfach irgendetwas zu shoppen! Ich war noch nie eine Person, die viel angehortet hat, aber selbst bei mir befanden und befinden sich sicherlich einige Dinge, die ich gar nicht brauche!

Am 19.02. ist mir dann tatsächlich eine Hose kaputt gegangen. Ehrlich gesagt ist mir das ewig nicht mehr passiert!🙈 Aber es war dann für mich auch vollkommen in Ordnung, diese eine Jeans zu kaufen und nicht mehr!

Am 24.02. konnte ich dann die Unordnung in meinem Kleiderschrank nicht mehr ertragen… Also habe ich ihn komplett ausgemistet: Ich habe Sachen weggeschmissen, für die Kleidersammlung aussortiert und einige Sachen wollte ich auch verkaufen. Das war so ein befreiendes Gefühl einfach mal alles aus dem Schrank rauszuholen und durchzuschauen. Anschließend habe ich mir überlegt, dass ich meinen Schrank thematisch ordne (Kleider, Bluse, etc.). Auf diese Weise habe ich schon gemerkt, dass ich eine besseren Überblick in meinem Kleiderschrank habe und das auch beim Shoppen berücksichtigten kann!

Das Ende des bewussten Verzichtes und ein Fazit

Der Februar neigte sich dann dem Ende zu und ich konnte mir endlich die Sneaker kaufen, die bereits Anfang Februar auf meine Wishlist gepackt hatte. Ich habe mich endlich mal wieder richtig darüber gefreut!

Shopping Detox

Außerdem habe ich jetzt im März wieder mehr geshoppt. Ich habe es aber bewusster gemacht und mich z.B. gefragt, ob ich sowas ähnliches nicht bereits habe oder ich brauchte dringend mal Blusen für die Arbeit. Sowas hatte ich zuvor kaum. Trotzdem habe ich mir jetzt für den April vorgenommen, wieder nicht zu shoppen, so dass das kein Übermaß nicht mehr nimmt!

Ich kann auf jeden Fall nur jedem empfehlen, einfach mal sein Konsumverhalten zu überdenken! Man muss dem nicht immer direkt nachgehen! Vor allem freut man sich dann wieder über Dinge, die man sich gönnt und nimmt es nicht als selbstverständlich hin!

Gerne könnt ihr auf Instagram (@mrsbrittibee) meinen Weg weiterverfolgen!

Eure Britti

Vielen Dank noch mal, liebe Britta, für Deinen ehrlichen Bericht!
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