Zuckerfrei leben – ein Versuch.

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Gefühlt habe ich jetzt schon tausend Beiträge veröffentlicht, in denen ich Euch von einer meiner neuen Challenges erzähle. Ganz so schlimm ist es sicher nicht, aber was daran wahr ist: ich habe ein paar Wochen oder sogar schon Monate hinter mir, in denen ich mich absolut nicht wohl gefühlt habe. Ich weiß, es klingt komisch, aber ich kann es nicht anders formulieren: mein Körper war mir sehr fremd. Ich habe ihn gar nicht richtig gespürt. Mein Stoffwechsel schien im Tiefschlaf zu sein, ich lagerte Wasser ein und nahm an Gewicht zu, sobald ich normal aß. Achtete ich darauf und schränkte mich sehr (!!!) beim Essen, machte viel Sport, dann hielt ich höchstens mein Gewicht, aber es bewegte sich einfach nichts.

Einen Bluttest später, einen Besuch beim Arzt – und ich hatte eine Ahnung, aber wusste dennoch nicht so recht, wie ich es anpacken sollte. Klar war aber: so kann es nicht weitergehen! Auch mein Gemüt machte das nicht mit, ich fühlte mich leicht depressiv und wusste einfach nicht, wie ich aus diesem Loch heraus klettern sollte. Meine Schilddrüse war am Ende nämlich doch nicht das Problem, das wäre ja schön einfach gewesen, auch wenn ich natürlich darüber froh bin. Ich musste einfach die Kurbel finden, die meinen Stoffwechsel in Gang brachte. Ich verzichtete schon ein paar Wochen auf Alkohol und reduzierte die Kohlenhydrate stark. Aber zwischendurch hatte ich einfach immensen Heißhunger.

Plötzlich fiel mir wieder ein, dass ich vor einiger Zeit mal zuckerfrei gelebt und mir das sichtlich gut getan hatte. Also griff ich nach dem Strohhalm und stellte mir selbst eine neue Challenge: #wirversuchenzuckerfrei – das „wir“ dabei steht für all‘ diejenigen, die mir bei Instagram sofort erwiderten „ich bin dabei!“, als ich meinen Entschluss dazu postet. Gemeinsam macht das ja sowieso mehr Spass und deswegen möchte ich das mit Euch auch hier teilen.

Ofengemüse
Manche Sachen sind ja so simpel und gut: Ofengemüse z.B.

Dieses Mal wollte ich mir übrigens nicht schon wieder ein neues Buch anschaffen, denn vom Grundprinzip her weiß ich ja, wie es so läuft. Ich möchte mit Euch aber teilen, wo ich noch ein wenig Inspiration für meine Challenge gefunden habe und immer wieder finde:

  1. Chiapudding zum Frühstück: Den habe ich bei der „Zuckerfrei-Königin“ schlechthin gefunden, nämlich bei Hanna Frey und ihrem Blog „Projekt: Gesund leben“, dort findet Ihr großartige Frühstücks-Ideen! Mein Favorit ist eben eindeutig der Chia-Pudding.
  2. Ein tolles Brot habe ich bei Minimenschlein entdeckt: ein Dinkel-Chia-Brot. Ist ja auch ganz praktisch, wenn man sich einmal Chia-Samen angeschafft hat – ich habe sie tatsächlich immer zuhause. Bei Leonie auf dem Blog findet Ihr aber auch noch weitere tolle zuckerfreie Rezepte, klickt Euch einfach mal durch!
  3. Über den Blog von Leonie bin ich dann auf den wundervollen Blog butterflyfish gestolpert und habe da ein Rezept für ein Südtiroler Bauernbrot entdeckt, was ich in jedem Fall nach backen werde!
  4. Auch dem Blog Kitchen Girls entdeckte ich bei meiner Recherche und verliebte mich in ein Rezept spontan: Quinoa-Spinat-Salat mit Ziegenkäse!
  5. Porridge mag ich schon immer gerne, bisher esse ich es tatsächlich nur als Frühstück, aber es ist ja auch als Mittags- oder Abendmahlzeit denkbar! Bei Cookie, Dot and me findet man zahlreiche Rezepte dazu, wie z.B. das herbstliche Pflaumenporridge.

Ansonsten kann man sich natürlich, wenn man gerne ein Buch zur Hand hat oder eben noch gar keine Erfahrung mit der zuckerfreien Ernährung, eins der Klassiker aus dem Bereich „zuckerfrei leben“ zulegen: Die 40 Tages-Challenge von Hanna Frey oder „Goodbye Zucker“ von Sarah Wilson.

Und wie lange mache ich das jetzt?

Tja, gute Frage… ich habe mir keinen zeitlichen Rahmen gesetzt. Ich habe mir natürlich ein Ziel gesetzt: mich wieder wohlfühlen und tatsächlich 8 Kilo, die mich von meinem Wohlfühlgewicht trennen. Und ich möchte mich nicht hetzen. Zudem fällt mir das zuckerfreie Leben nicht allzu schwer, beim Kochen habe ich es schon immer berücksichtigt – und lediglich ein paar fertige Dinge, wie Brot vom Bäcker z.B. fallen für mich weg. Ja, und mal etwas Süßes gegen das Nachmittagstief.

Und was beachte ich sonst noch?

Ich bewege mich deutlich mehr, ich gehe regelmäßig joggen und benutze das Fahrrad nahezu jeden Tag. Langsam möchte ich auch wieder mit Übungen der 90 Tages Challenge von Mark Lauren anfangen, da sie unglaublich effektiv sind. Zudem habe ich meinen Kaffee-Konsum stark reduziert und trinke nur noch zwei Tassen am Tag, dafür mehr Tee. Ja, und was noch wichtig ist: ich snacke nicht zwischendurch. Ich versuche tatsächlich 4-5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten zu machen, denn ich glaube, auch das führt bei mir zum Erfolg.

Und was hat sich getan nach den ersten 4 Tagen?

Ich hatte ab und an Kopfschmerzen, auch wenn ich mich fitter gefühlt habe. Ich habe tatsächlich bereits 1,5 Kilo verloren, was mich unglaublich motiviert hat nach dieser Dauer-Stagnation. Ich habe das Gefühl klarer im Kopf zu sein und Mahlzeiten noch mehr zu schätzen wissen. Absolut wichtiger Fakt: ich hungere nicht. Sondern esse ausreichend und total ausgewogen.

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